
Man kann es nicht anders sagen: Smarter oldschool Noise Rock durchläuft gerade nicht seine stärkste Phase und herausragende Veröffentlichungen in dem Genre sind doch etwas rar gesät in den letzten Jahren. Aber auch in diesen Zeiten bleiben die hiesigen Genre-Overlords Trigger Cut ein verlässlicher Lieferant erstklassigen Lärms, der einerseits an bessere Zeiten erinnert aber dabei hoffentlich auch einen neuen Weg ebnet für eine hellere Zukunft. Wie üblich deckt der Krempel eine breites Spektrum an Signaturen von Bands der goldenen Ära ab wie etwa Bastro, Cows, Rapeman, Distorted Pony, Drunks With Guns und Dazzling Killmen, ja sogar einen Hauch von Tragic Mulatto hat das z. B. in Crash Crew. Auch zu jüngeren Bands in der Nachbarschaft von Multicult, STNNG, Leaves, Body House, Elephant Rifle, Help und Overtime mag man passende Parallelen finden. Gleichsam führt sich hier aber auch die schon auf den Vorgängern wachsende Tendenz fort, die offensichtlichen Einflüsse zu transzendieren zu einer unverwechselbaren, absolut eigenen Stimme und einer unbändigen Kreativität die den Hörer immer auf Zack hält – denn jeder dieser Songs beinhaltet mehr goldene Ideen und unverhoffte Wendungen als sie ein durchschnittlicher Genre-Beitrag für eine ganze LP übrig hätte. Man kann niemals ahnen, wo das als nächstes hingeht.