
Punter aus Melbourne zeichneten bereits für ein starkes Demo und eine brilliante 2023er EP verantwortlich, aber wenn du glaubst viel besser könnte es nicht werden, dann halt dich jetzt gut fest! Aufbauend auf der schon vertrauten Mischung aus gelegentlich Metal-infiziertem, wunderbar schmierigem Hardcore- und Garage Punk á la Polute, Cheap Heat, Cement Shoes oder Cülo, nicht vor epischen Gitarrensolos zurückschreckend und mit weiteren Ähnlichkeiten etwa zu Postcore-Acts wie Dollhouse, Flea Collar und der Melancholie, dem überlebensgroßen Drama von Pist Idiots und Split System, sind das dreizehn perfekt kalkulierte Präzisionsschläge, jeder davon leitet gekonnt ein solides Drama in seinen Lauf, um im dritten Akt unfehlbar in Flammen aufzugehen. Jau, diese Ausbrüche des Jet-getriebenem Rock’n’Roll sind bombenfest verankert in einem Fundament von ultrasolider Songkonstruktion, viel smarter und aufwändiger als man es auf den ersten Blick vermuten würde und gewürzt mit einer Fülle von unerwarteten Schnörkeln und Stilblüten die dennoch niemals den Bogen zu überspannen drohen. Selbst die extravaganteren Akzenze wie der Einsatz von Orgel, Dudelsack, ja sogar einem epischen Saxophon-Solo im abschließenden Track It Aint Pretty, verfehlen nie ihre Wirkung.