Nun, es gibt ja mal Bands mit arg unzuverlässiger Qualitätskontrolle aber auch solche, die weise den Verschnitt von ihren subszanzielleren Kreationen zu unterscheiden verstehen. Und dann ist da noch die seltene dritte Sorte, die eigentlich keine verfickte Qualitätskontrolle nötig hat, weil scheinbar irgendwie jedes Stück Scheiße das sie anfassen sich wundersam in Gold verwandelt. Diese neue Compilation gespeist aus dem Abfalleimer der Garage-/Synth-/Eggpunk-Institution aus Portland ist ein duchaus überzeugendes Argument dafür, dass es sich bei Cherry Cheeks um eine jener letztgenannten Bands handelt, denn was bei denen als Krümel und Überreste vom Tisch fällt, sollte so einige Acts noch locker vor Neid platzen lassen. Klar, das Gesamtergebnis ist ein gutes Stück schräger, fragmentierter und chaotischer als die regulären Releases, aber dabei auch kein bisschen weniger aufregend, abwechslungsreich und mitreißend!