
Der Garagenspezi D. Sablu aus New Orleans hinterließ schon durchweg positive Eindrücke mit einer Reihe von Demos und Tapes in den Jahren 2020-2022. Auf seinem Langspieldebüt via Yes We Cannibal kommt seine Vision aber erstmals so richtig fokussiert rüber, spannt dabei stilistisch einen recht großzügigen Bogen etwa vom leicht in Richtung Noise Rock/Postcore tendierenden Opener Bomber Stomp hin zu ultra-straighten Garage Punk-Smashern wie Too Much Of The News oder dem Dead Boys-infizierten Stuck In A Rut. Insgesamt hat das so einen gewissen Kid Chrome, Sauna Youth- oder Teenanger-Vibe, macht aber gerne auch mal Abstecher in definitives Hardcore Punk-Territorium etwa in den Detonationen Scandalous und World Peace. Was auch immer D. Sablu hier anfasst wird zu Gold oder wenigstens zu Kupfer auf diesem Album. Nicht zuletzt fühle ich mich auch sehr positiv an die jüngste EP von Jean Mignon erinnert.