Auf ihrem fünften Langspieler, ein gutes Jahrzehnt schon bei der Sache, kommt die Band aus San Francisco so fokussiert und aufgeräumt daher wie schon lange nicht mehr mit einem ausgesprochen entschlackt klingenden Bündel von Songs in ihrer unverwechselbaren Verschmelzung von catchy-ass '80er College- und '90er Indie Rock mit einem Zusatz von Jangle Pop und ein paar Shoegaze-Momenten, die mich mehr an Swervedriver erinnern als an die üblichen Genre-Verdächtigen; etwas Schrulligkeit einer lange vergangenen Pitchfork-Ära wird gekoppelt mit einer Ernsthaftigkeit die sich mehr in der goldenen '80er/'90er Indie Rock-Ära zuhause fühlt. Was auf dem Papier einfach nur nach einem weiteren oldschool Indie-Flashback klingt, hat diese Band über die Jahre zu ihrem ganz eigenen Ding entwickelt. Ich werde ihnen aber nicht den Titelsong hier verzeihen, dem einzigen wirklichen Fehlschuss dieser Platte, denn wir haben jetzt die Zeit schon lange hinter uns, in der ich auch nur die kleinste Spur von unsubtilem Auto Tune tolerieren konnte, egal wie ironisch das gemeint war... der dumme Witz war einfach vor zwanzig Jahren schon alt und wird mit der Zeit nicht besser, nur älter. Spart euch das bitte, ich kann das nicht mehr.