Heilige Scheiße, wie habe ich es geschafft die Debüt-LP dieser Wiener Band zu übersehen als sie im April erschienen ist? Die entpuppt sich jetzt nämlich mal als nicht weniger als eine der herausragendsten Veröffentlichungen des Jahres was Lärm vom etwas oldschooligeren Ende des Post Punk-Spektrums anbelangt mit einem Sound, der sich wie ein willkommener Flashback zu den einfacheren Zeiten eines gerade erst seine dritte Jugend erlebenden Genres in den 2010er Jahren klingt mit mehr als nur einer flüchtigen Ähnlichkeit zu so Bands wie Rank/Xerox und Negative Space, frühen Werken von Institute oder The Estranged, vielleicht sogar einem Hauch von Nervosas oder der allerersten Diät-7"? Ebenso ist da aber auch eine lebendig pulsierende Garagenkante am Start in so Songs wie Collecting Dust und nicht zuletzt ein nettes Sahnehäubchen aus leicht Wipers-mäßger Gitarrenarbeit. Genau die Art von aufs wesentliche reduzierter und unprätentioser, direkter Energie von der ich in diesen Zeiten gerne wieder mehr hören würde.