Gerade mal ein halbes Jahr nach der brillianten vorherigen Weston-le-Clay EP, legt der Nachfolger erneut die Messlatte ein gutes Stück höher für die Band aus Watford, England was sowohl die Vielfalt, Kompaktheit als auch Catchyness ihres beizeiten subtil Math-infizierten Post Punks angeht und insbesondere expandieren sie hier die relaxtere Midtempo-Sektion ihres stilistischen Reportoires. Wie zu erwarten funktioniert der Scheiß wieder mal vortrefflich, denn dieser Typ (oder Typen?) ist klar im Besitz des kreativen Brennstoffs und der rohen Musikalität, um so ein Ding abzuziehen. Wie gehabt werfen hier jüngere Einflüsse des smarten Post Punks á la Landowner ihre Schatten, aber ganauso melden sich auch so einschlägige Hausnummern der alten britischen DIY Art Punk-Schule wie, sagen wir mal, Mekons, Blurt und Television Personalities zu Wort und letztendlich klingen Aidmoozic hier bei all dem doch klarer nach sich selbst als je zuvor. Die Wurzeln dieser Brillianz ließen sich bereits auf ihren zwei 2024er EPs erkennen, aber im Jahr 2026 spielen Aidmoozic definitiv noch mal auf einem ganz anderen Level und ich würde echt sagen, dass sich sich in diesen kurzen paar Monaten mit so rasiermesserscharfer wie auch scheinbar müheloser Präzision an die Speerspitze des aktuellen Art Punk-Felds katapultiert haben.