Diese Band aus Los Angeles hat hier einen bewusst rümpeligen und chaotischen Schlamassel von einem Album generiert, der vermutlich einige inspiration von so alten Helden der Art Punk-Welt bezieht, die sich etwa von The Pop Group, Pylon, ein paar Spuren von James Chance, Pere Ubu und gar einer Messerspitze von Wire erstrecken, hin zu deren potenziell etwas untergrundigeren, synth-lastigeren Gegenstücken der Sorte Minimal Man, Visitors, Neverous Gender... und oberndrein steckt da natürlich noch etwas offensichtliche Devo-DNA mit drin. Oder, in jüngerer Zeit, mag man da Gemeinsamkeiten mit so Acts wie Landowner, Cartoon oder Ismatic Guru wiederfinden. Die folkig-schrammelige Energie in 0126iii ruft dann wiederum den alten Krempel von Angst, Volcano Suns oder My Dad Is Dead ins Gedächtnis. Was aber niemand abstreiten wird ist dass hier eine beeindruckende Vielfalt abgedeckt wird, angetrieben von einem ruhelosen kreativen Bewegungsdrang der sich im Laufe des Albums Bahn bricht und auch wenn hier nicht absolut jedes Experiment in gleichwertigen Erfolgen mündet, bin ich angesichts der vergleichsweise stolzen Laufzeit und großzügigen 21 Songs doch mehr als gewillt, diese Platte anhand ihrer Fülle von Treffern zu beurteilen und nicht nach den raren Fehlschüssen.