Okay, da hätten wir jetzt also mal wieder eine neue Alien Nosejob-Platte die Jake Robertson und seine Komplizen im Hardcore-Modus präsentiert nicht unähnlich zu dem, was wir zuvor am deutlichsten schon auf ihren zwei HC45 7"s aus dem Hause Iron Lung Records gehört haben, aber dann wiederum wäre es auch keine richtige Alien Nosejob-Veröffentlichung, wenn da nicht auch eine Fülle von netten Überraschungen und flotten ideen am Start wäre. Keineswegs ist das hier ein schlichter Neuaufguss der besagten Siebenzöller, die sich obendrein stärker an derberen '80er-Einflüssen orientierten wie sie sich ja auch durch große Teile des weiteren Iron Lung Records-Kataloges ziehen. Hier ist liegt der Fokus dann doch stärker auf den früheren Inkarnationen der US-Westküstenszene, die üblichen Verdächtigen der Sorte Germs, Circle Jerks und Adoloscents werfen klar ihre Schatten über diese Songs und so sehr selbst jene Kurzspieler als die rohesten Artefakte in ihrer Diskografie - wie eigentlich alles von dieser Band - auch schon aus allen nähten platzten vor catchy melodischen Hooks, umso weniger lässt sich das Ohrwurmpotenzial dieser neuen Songs eindämmen und es wäre einfach falsch, die (oder irgendeine Alien Nosejob-Platte) Platte nur als eine weitere verschrobene Genre-Fingerübung zu verstehen, steckt die Band doch selbst am räudigeren Ende ihres eklektischen und verschrobenen Klangspektrums die gleiche rohe Menge an überlegener Handwerkskunst und Songwriting-Raffinesse in ihren Lärm wie wie eigentlich auf jeder Veröffentlichung bisher. Nein, diese Platten sind keine isolierten Quirks in ihrem Schaffen sondern tragende Säulen in ihrer beeindruckenden Diskografie, die im gleichen Maße die unverkennbare Handschrift der unverzichtbaren Garage Punk-Auteure aufweisen.