
Diese mehr-oder-weniger Supergroup aus Los Angeles (Mitglieder hatten unter anderem bei Ex-Cult, Bad Sports, Shark Toys, OBN IIIs und Richard Rose mitgespielt) ist jetzt schon seit ein paar Jahren unterwegs aber ich tat mich bisher schwer, über die ausgeprägten Dad Rock-Vibes (oder zumindest eine ganz schön Dadpunk-mäßige Art von Garage Punk-Vibes) hinwegzusehen auf ihren ersten zwei Kurz- und Langspielern. Ihr zweites Album ist jetzt aber mal ein komplett anderes Biest und was zuvor noch etwas halbherzig und halbgar rüberkam fügt sich auf dieser via In The Red Records erschienenen LP nahtlos zusammen zu einem saumäßig catchy Killersong nach dem anderen, welche hier allesamt in ein ausgesprochen schmeichelhaftes Licht gerückt werden von einer unnachgiebig tighten, explosiven Performance, festgehalten in einer hochwertigen Produktionsästhetik mit reichlich Punch, ohne dabei irgendwas zu verwässern oder die scharfen Kanten ihres Sounds abzuschleifen (Ja ganau, du bist gemeint, Hymns From The Hills). Das ist nicht weniger als eine erstklassige Zeitkapsel von Garage Punk wie aus der 2010er-Ära, dem inzwischen auch schon wieder etwas sehr angenehm oldschooliges anhaftet, durchgezogen mit unglaublicher Wucht, routinierter Leichtigkeit und treffsicherer Konsistenz, absolut dem Ruf gerecht von so einem Haufen mit allen Wassern gewaschener Genre-Veteranen.