
Die Wiederveröffentlichung der ursprünglich ende letzten Jahres erschienenen Hello, Mr. Operator EP der New Yorker Elektropunks Hand Helds auf dem australischen Label Grog Records lies mich mal echt aufhorchen. Ein kurzer Blick auf ihr Bandcamp-Profil offenbart dann nicht nur dass es bereits einen Nachfolger zu der EP gibt, sondern auch eine Band, die offenbar schon ein paar Jahre ihr Ding durchzieht und konstant EPs in einem variablen Spektrum zwischen Noise-versifftem Garage Punk, minimalistischem und überwiegend ziemlich rauhem Synth- und Elektropunk rausgehauen hat. Ich bin mir ziemlich sicher, früher schon über die Band gestolpert zu sein, kann im Nachhinein aber auch nachvollziehen warum ich mich damit nicht weiter befasst habe, klingt viel ihres früheren Werkes doch nach einer maximalistischen Herangehensweise, möglichst viel Dreck an die Wand zu werfen um zu sehen was dran kleben bleibt. Nu ja, ein paar Dinge sind aber offensichtlich kleben geblieben und auf ihren jüngsten zwei EPs fügen sich die Teile viel nahtloser zusammen dank eines vergleichsweise minimalistischen und wohlüberlegten weniger-ist-mehr-Ansatzes. Hello Mr. Operater ist dabei klar noch die etwas kruder klingende EP mit einer stark in der Schuld von Primitive Calculators und vereinzelt auch Suicide stehenden Machart des bis auf die Knochen reduzierten Synth Punk. Die Transatlantic Death Machine EP tauscht dann die Bassgitarre gegen einen Schlagzeuger aus Fleisch und Blut ein und das Ergebnis ist noch ein gutes Stück wilder und fast schon ein bisschen elegant, auch wenn die dissonanten Muster aus Synth-Kakophonie in so Songs wie Glue Tongue alles daran setzen, darüber hinwegzutäuschen. Eine seltsam krautig-motorische Qualität durchzieht das Ding. Entschlackt auf ein Minimum aber mit der notwendigen Liebe für die Details auf die es ankommt ist das klar ein paar Tacken höher angesiedelt als die Masse an Electro Kraut-Veröffentlichungen und No-Wave-mäßigen ’80er Synth Punk-Rückblenden.