

Hier sind zwei arschpieksende neue Artefakte von eieriger Garage Punk-Brillianz. Das erste davon kommt von Triple Ente aus Alicante, Spanien. Es wäre ja eh schon komplett untertrieben zu sagen dass spanische Bands seit langem eine unverzichtbare Kraft in dem ganzen Genre-Clusterfuck sind und Triple Ente waren schon ziemlich früh ein Teil davon. Eine Band also, die uns jetzt nichts mehr beweisen muss und hier dennoch keine halben Sachen macht auf ihrer neuesten LP, auf welcher sie 14 neue Smasher einer stärker Richtung Garage orientierten Machart abliefern, was inzwischen irgendwie schon wieder angenehm oldschool im Eggpunk-Kontext klingt und absolut positiv an den Wilden Westen einer früheren Genre-Ära erinnert.
Relativ neu dabei ist hingegen die Band Dasgüt aus Philadelphia, die hier gleichsam aber mit einer nochmal viel oldschooligeren Garage Punk-Energie aufwarten im stark Gun Club-mäßigen, wie die Band Dasgüt betitelten Opener, bevor sich anschließend mehr des zu erwartenden Eggpunk-Irrsins entfaltet mit tonnenweise kranken Ideen und ansteckenden Hooks die sich wie ein roter Faden durch die Platte ziehen. Wie schon die Triple Ente LP, umgeht das hier aber viele der häufigsten Klischees unter anderen weil beide Bands weitgehend auf Synths, Elekronik oder eine übertriebene Homerecording-Ästhetik verzichten. Stattdessen kochen sie ihre Songs gekonnt herunter zu einem schlanken Kern aus aus eingängiger und spaßiger Garage Punk-Sonderlichkeit.