
Verdammt, es ist jetzt also auch schon wieder fast acht Jahre her seit wir das letzte mal von Youth Avoiders anlässlich ihrer 2018er Relentless EP gehört haben. Ich erinnere mich seinerzeit, der Platte eher lauwarm begegnet zu sein aber das spiegelt rückblickend vermutlich weniger die Qualität des Albums wieder als vielmehr den nicht allzu sonnigen Punkt in meinem Leben, an dem ich mich da gerade befand. Wie dem auch sei, hier ist jedenfalls nach langer Zeit eine neue Youth Avoiders LP und Überraschung, die Pariser klingen darauf so frisch und kraftvoll wie eh und je in ihrem Sound zwischen melodischem Punkrock und Postcore, den man inzwischen wohl ohne Not als prägend für eine ganze Generation vorwiegend französischer Bands bezeichnen kann, die in ihren Fußstapfen folgten wie zum Beispiel Telecult, Nightwatchers, Stalled Minds, Litovsk, Bleakness, Laxisme oder Bronco Libre, in deren Händen dieser Sound dann wiederum zuerst mit stärkeren Garage- und Post Punk-Elementen und in jüngerer Zeit auch vermehrt Oi!-Einflüssen angereichert wurde. Aus genau diesem Grund mögen Youth Avoiders im Jahr 2026 vielleicht nicht mehr ganz so originell und einzigartig klingen wie damals, aber dafür kann man ihre Musik inzwischen fast schon als angenehm altmodisch bezeichnen und es unterstreicht eigentlich nur den massiven Einfluss, den sie mit ihrem eigentlich ureigenen Sound auf weite Teile der Szene hatten.