Die neuesten drei Minuten von Snarewaves-Lärm sind vielleicht das erste mal, das wir eine vorsichtige aber deutliche Modifikation ihrer Gewinner-Punkformel feststellen können insofern, als dass die ersten drei Tracks hier nicht nur das Tempo etwas zurücknehmen sondern auch ihr Klangbild ein bisschen entrümpeln so dass ich diesmal zu 90% sicher bin hier z. B. echte Gitarren zu hören und nicht, wie ich ursprünglich vermutet hatte, Bit-gequetschte LoFi-Samples. Dabei kann ich positiv berichten, dass ihr Songmaterial fähiger als je zuvor ist, ihren exzentrischen Sound auch dann zu tragen, auch wenn er weniger wild durch den Fleischwolf gejagt wird und sich weniger auf die verschleiernden und beschönigenden Effekte einer extra-knusprigen Ästhetik verlassen kann.