Die zwei bisherigen EPs dieser Band aus Montreal waren für sich schon jeweils ein fettes Fass randvoll mit wunderbar schmieriger Rock’n’Roll-Glückseligkeit und mit ihrem ersten Langspieler werden alle ihrer (un-)Tugenden nochmal auf ein ganz neues Niveau gehievt. Darauf erweitern sie fundamental ihr stilistisches Farbspektrum und lassen die catchy Hooks durch die Decke gehen in ihrer zuvor schon brandgefährlichen Rezeptur aus Garage Punk, Hard- und Postcore-Elementen, einer leisen Spur von Oi! und einer ganz unverfrohrenen Affinität zu verschwitzten ’70er Hard-and-Heavy/Dad Rock-Versatzstücken, wobei da vereinzelt auch mal eine Portion von Roots-igem Folk- und Cowpunk mit von der Partie ist in Songs wie Never Enough. Vom ersten Moment an wirkt das auf mich ein bisschen wie eine etwas primitivere Version der jüngsten Punter-LP und erinnert darüber hinaus an einen knallbunten Strauß von weiteren Sleazecore-Acts wie Cement Shoes, Golden Pelicans, Flea Collar, Cülo, Cutters, Polute und Chain Whip.