Der Nachfolger zum noch ziemlich inkonsistenten, etwas halbgaren 2022er Album dieser Band aus Richmond, Virginia ist im Vergleich mal ein ganz anderes Biest – ein hochentflammbares kleines Paket aus auschließlich zertifizierten Hits, die teilsweise auch im vergangenen Jahrzehnt ganz gut aufgehoben wären – Rearview zum Beispiel klingt ein bisschen nach einer Fusion aus dem melodischen Punkrock von Swearin‘ mit der Melancholie von Royal Headache. Die Platte zelebriert diesen Trick wiederholt und mit Würde, fest verankert in hochklassigem Songwriting-Handwerk, einer tighten, ultra-fokussierten Performance und nicht zuletzt den beseelten Vocals von Katie Bowles, die hier ohne viel Mühe so eine Art von Siouxsie-vs-Debbie-Schtick durchzieht an dem sich schon so viele Sängerinnen vor ihr versucht aber nicht immer mit Ruhm bekleckert haben. Ihr kauf ich das ab!