
Es hat ein paar Jahre gedauert nach dem starken 2019er Demo aber zu guter Letzt ist doch tatsächlich mal die Debüt-LP von den Berlinern Benzin am Start und wird den hohen Erwartungen mehr als gerecht, wobei sich ihr zuvor stärker Garage-orientierter Sound sich jetzt mehr von einem Post Punk-Vibe zulegt während das Tempo sich zunehmend Richtung Hardcore bewegt. Der Scheiß hier umfasst so einige Tendenzen anderer Berliner Bands wie Rogue, DBR, Tanning Bats, Ponys auf Pump, Cold Leather, eine Synth-lose Variante von Gym Tonic oder auch die erste Puff! 7″ lässt grüßen. Gleichsam lasse ich aber auch Vergleiche zu der Leipziger Szene gelten und Bands wie Ambulanz, Lassie, Onyon und Laugh Box… oder, wo wir eh schon von den Sachsen reden, würde ich sagen ein bisschen Pisse ist da auch drin. Aber die Einflüsse gehen über den Tellerrand der deutschen Szene hinaus – nicht zuletzt ist da auch ein starker Vibe von Surfbrett-schwingenden, frühen Westküsten-Punks á la Agent Orange, Germs und Adoloscents zu erkennen in Kombination mit jüngeren Erscheinungen der Sorte Warm Bodies, Warp, Judy and the Jerks, Vexx oder Itchy and the Nits.