
Ziemlich genau sechs jahre nach ihrer Debüt-EP bekommen wir endlich neuen Scheiß von The Hammer Party aus Houston zu hören, der jetzt leider auch ihren Schwanengesang darstellt. Oder genauer gesagt, hat sich die Band wohl schon vor einigen Jahren aufgelöst und das hier sind ihre letzten Aufnahmen, die jetzt neu gemischt ihren Weg auf Bandcamp gefunden haben und eine Band auf der Höhe ihres Schaffens dokumentieren. Ihre Songs haben darauf stark an einer erdigen und düsteren Qualität zugelegt, einer ganz neuen Öl- und Dreckschicht die besonders stark bei jenen Songs auffällt, die bereits auf ihrer ersten LP vertreten waren. Ebenso wenig fehlt es hier an kraftvollem Antrieb und fesselnden Hooks, wozu beispielhaft mal der Doppelschlag von Antidepressants und E.M.B.R.Y.O. dienen mag, in welchen ein volles Maß an folkigem Geschrammel die Basis bildet für eine beeindruckende Explosion eingängiger Melodien. Wie schon zuvor finde ich darin eine ähnliche melancholische Qualität zu so Bands aus dem Mothers Milk/Wymyns Prysyn/Uniform-Umfeld, aber in anderen Momenten erscheinen mir auch Vergleiche zu Sievehead oder frühen Low Life nicht ganz abwegig.