
Die neueste EP von Kerosene Kream aus Stockholm scheint der Sache langsam näher zu kommen, die Vision der Band zu verwirklichen, indem man die anfängliche Eggpunk-Ästhetik weitgehend zu den Akten legt zugunsten einer stärker Psych-lastigen Spielart des Garage Punk, die konstant hin und her pendelt zwischen der unschuldigeren britischen Schule und den ungleich dunkleren, drogeninduzierten Tendenzen des US Acid Rock. Insgesamt eine Mischung, der man gewisse Ähnlichkeiten zu so Bands wie Pow!, Mononegatives order – kürzlich erst – Electric Prawns 2 zuschreiben kann. Zeitweise mag das Songwriting etwas einfach gestrickt rüberkommen, wenn etwa Songs wie Mindkiller und Psychedelic Ranger doch dem sehr nahe kommen, was man im Volksmund als ein „Traditional“ bezeichnen mag. Aber hey, das Ergebnis ist worauf’s ankommt und dem mangelt es keineswegs an Schlagkraft.