Flat Worms - Antarctica

Nach bereits einem Album und einer Hand­voll EPs wis­sen wir ja schon in etwa, was man von einer neuen Flat Worms-Platte erwar­ten kann. Das heißt aber nicht, dass sie auf der Stelle tre­ten; viel­mehr haben sie mit jeder neuen Ver­öf­fent­li­chung eine bestimmte Facette ihres Sounds genauer erforscht und erwei­tert. Die­ses mal haben sie mit Steve Albini in sei­ner elek­tri­schen Audio­fa­brik auf­ge­nom­men und pas­sen­der­weise kommt das Ergeb­nis nicht nur mit des­sen typi­scher Klang­cha­rak­te­ris­tik daher, son­dern scheint sich auch ein biss­chen Inspi­ra­tion aus sei­ner lang­jäh­ri­gen Geschichte als Pro­du­zent Ton­tech­ni­ker gezo­gen zu haben. Ins­be­son­dere ist hier ein kla­rer Schwenk in Rich­tung Noise Rock und Post­core wahr­nehm­bar, der irgend­wie auch schon immer ein unter­schwel­li­ger Teil ihres Sounds war, aber noch nie so im Zen­trum stand wie hier, unter ande­rem ver­gleich­bar mit gegen­wär­ti­gen Bands wie Meat Wave, Metz oder USA Nails. Wei­tere kleine aber ange­nehme Über­ra­schun­gen sind der fast als relaxt zu bezeich­nende Titel­track und die 90er Indie Rock-Vibes in Mar­ket Forces.