Blotchouts - Warsaw

Okay, das musste ja irgend­wann pas­sie­ren. Knappe sechs Jahre hält sich die­ses Blog jetzt über Was­ser und ich poste hier doch tat­säch­lich mal etwas mit Joy Divi­sion-Bezug. Hab ich bis­her gerne ver­mie­den, weil diese Band und ihre Geschichte ein­fach in einem für alle Ewig­keit aus­rei­chen­den Maß von den Musik­me­dien aus­ge­brei­tet und platt getre­ten wurde. Weil ein sich vor lau­ter Ehr­furcht ein­pis­sen­der Lei­chen­kult um Ian Cur­tis ein­fach nur noch nervt. Gerade des­halb finde ich es aus­ge­spro­chen erfri­schend, wie voll­kom­men respekt­los sich da irgend so eine Gara­gen­band aus Mobile, Ala­bama an der Track­list des ursprüng­lich geplan­ten, lange Zeit unver­öf­fent­lich­ten ers­ten Warsaw/​Joy Divi­sion-Albums abar­bei­ten und die all­seits bekann­ten Songs zu einem dis­so­nan­ten, unge­sund quiet­schen­den, nur vom Rost und Dreck noch zusam­men­ge­hal­te­nen Unwerk for­men, dass am Ende ein ganz eige­ner, absur­der Glanz übrig bleibt.