The Proletariat - Move

Das erste Album nach über drei­ßig Jah­ren mit neuem Mate­rial der Bostoner Hard­core­le­gende stand unter einem schlech­ten Stern, ist des­sen Finan­zie­rung doch Teil des Kol­la­te­ral­scha­dens gewor­den, den das Pled­ge­mu­sic-Deba­kel hin­ter­las­sen hat. Den Unter­stüt­zern wird gera­ten, die Zah­lung bei ihrem zustän­di­gen Kre­dit­in­sti­tut anzu­fech­ten, denn die Band wird davon nichts zu sehen bekom­men und das besagte Unter­neh­men hat mit sei­nen ver­ant­wor­tungs­lo­sen Geschäfts­prak­ti­ken schon genug Kohle ver­un­treut.

Einen offi­zi­el­len Release hat die Platte letzt­end­lich den­noch ver­passt bekom­men und ist unter ande­rem - DIY wie eh und je - über ihre eige­nen Home­page zu bekom­men. Es ist sel­ten genug, dass eine Gruppe nach ihrer Wie­der­ver­ei­ni­gung zu mehr als einer adäqua­ten Oldies-Band taugt. The Pro­le­ta­riat kön­nen mich aber ein­wand­frei über­zeu­gen mit einem aus­ge­spro­chen run­den, selbst­si­che­ren Post­core-Sound, der einer­seits ihre Ver­gan­gen­heit reflek­tiert, an dem ande­rer­seits aber auch die Genre-Ent­wick­lun­gen der ver­gan­ge­nen Jahr­zehnte nicht spur­los vor­bei gegan­gen sind. In Würde zu altern ist eben, allen anders lau­ten­den Behaup­tun­gen zum Trotz, auch für Punks eine rea­lis­ti­sche Option.