Negative Space - Cruelty

Das Lang­spiel­de­büt der Lon­do­ner Post­punk-For­ma­tion liegt doch tat­säch­lich erst andert­halb Jahr zurück. Selt­sam… es kommt mir locker dop­pelt so lange vor. Was wohl nicht zuletzt der Tat­sa­che geschul­det ist, dass in der Zwi­schen­zeit eine ganz schöne Masse an ähn­lich gela­ger­ten Bands auf den Plan getre­ten, die Umschrei­bung Angu­lar Post Punk in wei­ten Tei­len der Musik­presse schon län­ger zum Mode­be­griff gewor­den ist. Umso über­ra­schen­der, wie gut sich der Sound von Nega­tive Space auch auf ihrer aktu­el­len EP in die­sem dicht bevöl­ker­ten Umfeld zu behaup­ten weiß, ohne dass sie sich dafür neu erfin­den müss­ten. Was ihre Musik beson­ders macht ist nicht etwa Inno­va­tion, son­dern eine glas­klare Vision sowie die eis­kalte Dis­zi­plin und Effi­zi­enz, mit der Nega­tive Space ihr Mate­rial so per­fekt auf den Punkt brin­gen, akri­bisch über jedes ver­brauchte Geräusch Buch füh­ren. Keine Note darf hier ver­schwen­det wer­den.