(The Minneapolis) Uranium Club (Band) - The Cosmo Cleaners: The Higher Calling Of Business Provocateurs

Auch das dritte Album von Ura­nium Club ist erwar­tungs­ge­mäß all Knül­ler no Fül­ler. Ich glaub es wäre über­trie­ben, ange­sichts der gro­ben Masse an sau­gu­ten, jun­gen wie auch älte­ren akti­ven Gara­gen­bands eine davon als die beste zu küren, aber es läst sich kaum bestrei­ten dass Ura­nium Club die letz­ten vier Jahre lang sowas von in der Zone sind, mit einem bereits voll aus­ge­reif­ten Sound erst­mals an die Öffent­lich­keit tra­ten und seit­dem schein­bar ein­fach nichts falsch machen kön­nen. In ihrer spe­zi­el­len Nische aus bor­der­line-vir­tuos dar­ge­bo­te­nem, schlau arran­gier­tem und fies abgroo­ven­dem Gara­ge­punk mit einem Hauch von Art­punk macht ihnen der­zeit nie­mand was vor.

Ansons­ten herrscht hier über­we­gend busi­ness as usual - die Rezep­tur wurde wie­der inkre­men­tell ver­fei­nert und ein paar klei­nere Expe­ri­mente wie etwa die schrä­gen Sam­ples im Ope­ner sind neu. Die auf­fäl­ligste Ver­än­de­rung betrifft aber die Lyrics. Die sind zwar immer noch weit­ge­hend von absur­dem bis schwar­zem Humor durch­zo­gen, kön­nen aber neu­er­dings auch ein­fach mal voll­kom­men iro­nie­frei tief­schwarz und resi­gniert rüber­kom­men. So klingt es, wenn Humor als Bewäl­ti­gungs­stra­te­gie nicht mehr greift und das Lachen zeit­wei­lig im Halse ste­cken bleibt. Will­kom­men im Club.