Krank - Die Verdammten

Auf die Band bin ich vor kur­zem beim beim Kol­le­gen von Sie­ben Zoll Musik gesto­ßen, wo er – wie kann es auch anders sein – den letz­ten Sie­ben­zöl­ler der Band vor­ge­stellt hat. Außer dem besag­ten Kurz­spie­ler hat die Band vor nicht so lan­ger Zeit auch ihr zwei­tes Album ver­öf­fent­licht und das gefällt mir aus­ge­spro­chen gut mit einer teil­weise recht tra­di­tio­nel­len, dann aber auch wie­der nicht so recht in die ange­staubte Deutsch­punk-Schub­lade pas­sen­den Spiel­art von Punk­rock. Ehr­lich gesagt bin ich auch über­haupt nicht auf dem Lau­fen­den, was die aktu­elle deutsch­spra­chige Punk­kul­tur angeht und wenn ich damit mal unfrei­wil­lig in Berüh­rung komme, finde ich das Trei­ben dort meist eher unin­spi­riert und lang­wei­lig. In mei­ner begrenz­ten Sub­genre-Kennt­nis würde ich die Platte mal so beschrei­ben, dass viel­leicht die ver­gan­gene (und irgend­wie nicht ster­ben wol­lende) Welle von Jens Rachut-beein­fluss­ten Bands auf etwas klas­si­sches Deutsch­punk-Gepol­ter, alten US-Hard­core und viel­leicht noch etwas vom unge­wa­sche­nen DIY-Punk von Pisse trifft, dabei im Gegen­satz zu den genann­ten Bands aber abso­lut bier­ernst daher­kommt und in den Lyrics nicht den kleins­ten Fun­ken Iro­nie durch­bli­cken lässt. Irgend­wie finde ich diese unver­blümte Direkt­heit dann auch wie­der ganz char­mant.




Ähnlicher Lärm:
Poor Form – Same Excuse 7″ Poor Form aus Van­cou­ver spie­len das gute alte Arsch­loch namens Punk­rock. Drei gute Songs, frei von Schnör­keln und Expe­ri­men­ten. Same Excuse by POOR FORM
Radioac­tivity – Infec­ted /​​ Sleep 7″ Das neue Lost Bal­loons Album ist noch kaum ver­ar­bei­tet, da gibt es auch schon wie­der neues Mate­rial von Jeff Burke mit sei­nem der­zei­ti­gen Haupt­pro­jekt Radioac­tivity zu zu ver­mel­den. "Neu" ist dabei aber rela­tiv zu ver­ste­hen, denn die zwei Songs der 7" hat Burke bereits im Jahr 2011 geschrie­ben, ...
Meat Wave – Delu­sion Moon Melo­die­ver­lieb­ter Punk­rock aus Chi­cago mit einem deut­li­chen Post­core-Ein­schlag. Die bis­he­ri­gen andert­halb Alben waren ja schon schwer hörens­wert, aber die neue Platte ist noch mal ein gro­ßer Sprung vor­wärts. Die Arran­ge­ments sind viel aus­ge­fuchs­ter, der Gesang bes­ser in sel­bige inte­griert und di...