Teardrop Factory - Thrash In The Heart

Faux Discx gilt ja schon län­ger als eine der zuver­läs­sigs­ten Talent­schmie­den für schrä­gen und unan­ge­pass­ten, jedoch auch melo­disch-zugäng­li­chen Indie­rock aus UK. Jetzt brin­gen sie mit den ers­ten Lang­spie­ler die­ser Band aus Brigh­ton mal wie­der einen ziem­li­chen Ham­mer von einer Platte unters Volk.
Musi­ka­lisch kann man das ganze irgendwo zwi­schen Noi­se­pop/-punk, Shoegaze-Zeugs und Fuz­zver­lieb­tem Indie­rock ein­ord­nen. Erin­nert wahl­weise mal an die melo­di­schen Momente vom ers­ten Wee­kend-Album, natür­lich an Jesus and Mary Chain oder Ride im Power­pop­mo­dus. Eine relax­tere Vari­ante von Terry Malts. Oder auch Vel­vet Underground’s White Light/​White Heat hat wohl seine Spu­ren hin­ter­las­sen. In der zwei­ten Halb­zeit gesellt sich dazu dann eine Ten­denz zu melan­cho­li­schen Pixies-Surf­gi­tar­ren.
Was die Platte dann aber letzt­end­lich so unwi­der­steh­lich macht ist das stim­mige und recht viel­sei­tige Song­wri­ting. Es gibt nicht einen ein­zi­gen Durch­hän­ger auf der Platte. Die Typen schüt­teln ein infek­tiö­ses Power­pop-Hook nach dem ande­ren aus dem Ärmel und wer­den dabei nie lang­wei­lig. Die dre­ckig pro­du­zierte LoFi-Ästhe­tik passt dazu wie Arsch auf Eimer.