White Fence - For The Recently Found Innocent
Tim Pres­ley aka White Fence dürfte eini­gen noch als Front­mann der Psy­chro­cker Dar­ker My Love ein Begriff sein. Andere sind sicher durch seine Alb­um­kol­la­be­ra­tion mit Ty Segall auf ihn auf­merk­sam gewor­den. Seine Solo­al­ben hin­ge­gen haben bis­her – viel­leicht gewollt – eher kleine Wel­len geschla­gen. Kein Wun­der, denn mit der­ar­tig kom­pro­miss­lo­sen LoFi-Pro­duk­tio­nen ist schon prin­zi­pi­ell keine grö­ßere Ziel­gruppe zu errei­chen. Aber dies­mal scheint er es ernst zu mei­nen. Mit dem Wech­sel von einem mit­tel­mä­ßig bekann­ten Spe­zia­li­tä­ten-Label zu einer ren­no­mier­ten Indie­größe geht hier auch eine neue Klang­äs­the­tik ein­her, weg von den krat­zi­gen Vier­spur­auf­nah­men ver­gan­ge­ner Alben. Statt nach LoFi von heute klingt die Platte nach HiFi von ges­tern, dank Ty Segalls Pro­du­zen­ten-Skills erstrah­len die Songs in einem durch­weg ange­neh­men Vin­tage-Sound. Auch song­tech­nisch hat sich das Niveau deut­lich geho­ben. Die frü­he­ren Plat­ten waren ja ein eher durch­wach­se­ner Gemischt­wa­ren­la­den, hier wurde wohl die Qua­li­täts­kon­trolle deut­lich ver­schärft und die Tref­fer­quote liegt nah bei 100%. Eine wun­der­schöne Platte, die sich kein Freund von gara­gen­af­fi­nem Psych­pop ent­ge­hen las­sen sollte.

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Ama­zon
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