Tin Charm - The Engine is Bleeding
Die Mit­glie­der von Tin Charm aus Dub­lin spiel­ten sich schon in den 90er Jah­ren in zahl­rei­chen Bands die Fin­ger wund. Ent­spre­chend aus­ge­reift und selbst­be­wust kommt jetzt ihr Debüt­al­bum daher. Von den ers­ten Akkor­den an wird mir gleich ganz warm ums Herz, fühlt sich die Platte doch fast so an wie eine Rund­reise durch das beste was der Indie Rock in den mitt­le­ren bis spä­ten Neun­zi­gern her­vor­ge­bracht hat. Dabei fällt eine genaue sti­lis­ti­sche Ein­ord­nung schwer, zu zahl­reich sind die Ein­flüsse die hier ver­bra­ten wer­den. In einem Moment haben wir hier Pave­ment-arti­ges Geschram­mel, dass dann von dich­ten Gitar­ren­wän­den auf­ge­bro­chen wird die mich etwas an Six.By Seven erin­nern. Häu­fig lie­gen frühe Dino­saur Jr. oder späte Hüs­ker Dü als Ver­gleich nicht so fern, sub­tile Post­core-Ein­flüsse sind nicht zu ver­leug­nen und immer wenn sie alles auf elf dre­hen fühle ich mich ange­nehm an die alten Shoega­zer von Bail­ter­space erin­nert. Das alles schaf­fen sie den­noch in einen halb­wegs kohä­ren­ten Sound zu ver­pa­cken, der auf Alb­um­länge nie lang­wei­lig wird.

Album Stream:

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