235 Ronin: Ein kleiner Ausblick

Schon län­ger hatte ich vor, mich mal ein­ge­hen­der mit der auf einer wah­ren his­to­ri­schen Bege­ben­heit des frü­hen 18. Jahr­hun­derts basie­ren­den Geschichte der 47 Ronin zu beschäf­ti­gen. Mein pri­mä­rer Antrieb dazu waren die doch recht häu­fi­gen Ver­weise, Per­so­nen oder Neben­schau­plätze in diver­sen Jidai Geki- und Chan­bara-Strei­fen, die der Geschichte der 47 Ronin ent­stam­men oder Filme, die gleich eine kom­plette Sei­ten­hand­lung oder Vor­ge­schichte der bekann­ten Story erzäh­len. Jedes­mal hatte ich das dumpfe Gefühl, auf­grund des mir feh­len­den Kon­tex­tes nur Bahn­hof ver­stan­den zu haben, und nach eini­gen Zoll- und zeit­be­ding­ten Ver­zö­ge­run­gen kann ich nun end­lich mei­nen klei­nen „47-Ronin“-Marathon star­ten, bestehend aus fünf der inter­na­tio­nal bekann­tes­ten Adap­tio­nen des klas­si­schen Stof­fes. Macht zusam­men ’ne ganz anschau­li­che Horde (genau 235) von Ronin und im ein­zel­nen sind das Fol­gende:

The Loyal 47 Ronin (Gen­roku Chûs­hin­gura), 1941/-42, Kenji Mizo­gu­chi

The Loyal 47 Ronin (Chûs­hin­gura), 1958, Kunio Watanabe

The 47 Ronin (Chûs­hin­gura), 1962, Hiro­shi Ina­gaki

Fall of Ako Castle (Ako-Jo Dan­zetsu), 1978, Kinji Fukas­aku

47 Ronin (Shi­jûshi­chi­nin no shi­k­aku), 1994, Kon Ichi­kawa

Vor allem bin ich gespannt, wie sich die Inter­pre­ta­tion die­ses, soviel sei schon mal gesagt, doch sehr tra­di­tio­nel­len und ten­den­zi­ell eher kon­ser­va­tive japa­ni­sche Wer­te­vor­stel­lun­gen anspre­chen­den Rachee­pos über die Jahre ver­än­dert hat. Anzu­mer­ken sei aber noch, dass ich zu dem Thema mal höchs­tens ein biss­chen an der Ober­flä­che rum­krat­zen kann, exis­tie­ren doch noch hun­derte ande­rer Ver­fil­mun­gen des Stof­fes, wenn man auch die unzäh­li­gen TV-Pro­duk­tio­nen dazu zählt. Ich wün­sche euch und auch mir selbst schon mal viel Spaß dabei 🙂