Jonly Bonly – Put Together

Jonly Bonly - Put Together

Das andere 12XU hat mal wie­der zuge­schla­gen. Jonly Bonly aus Aus­tin spie­len unwi­der­steh­li­chen Power­pop mit einer Schippe Post­punk. Unüber­seh­bar ist dabei der Ein­fluss von Wire (duh!) und Wipers. Des­wei­te­ren klin­gen sie in etwa so als hätte man jene mit Under­to­nes, The Jam und Modern Lovers ver­schmol­zen. Gei­ler Scheiß!


Album Stream gibt’s lei­der nicht. 😐
Digi­tal bei iTu­nes zu bekom­men.

Broken Arm – Life Is Short

Broken Arm - Life Is Short

Ein explo­si­ves und unge­mein rocken­des Gemisch aus Gara­gen­ein­flüs­sen, Postpunk/​-​core und Noi­se­rock hauen uns Bro­ken Arm aus Leeds auf ihrem zwei­ten Album sehr gekonnt um die Ohren. Das star­tet mit einem lupen­ri­nen Riff aus dem Stoo­ges-Insol­venz­be­stand und ent­wi­ckelt sich dann wei­ter zu einer Melange aus den zugäng­li­che­ren Bei­trä­gen des AmRep-Kata­lo­ges wie etwa Tar und art­ver­wand­ten Bands aus der Noise- und Post­core-Ecke vom Schlage Jaw­box, Hot Snakes, Blu­e­tip oder gar Nation Of Ulys­ses. Dazwi­schen fin­den sie immer wie­der mal Zeit für einen flot­ten Punk­klop­per.

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XAXAXA – Sami maži i ženi

XAXAXA - Sami maži i ženi

Mal wie­der Bock auf etwas Sprach­bar­riere? Ich darf vor­stel­len: Die Maze­do­ni­schen Lea­ther­face! Oder so ähn­lich. Der Ein­fluss der Bri­ti­schen Kult­band ist schon nicht zu über­hö­ren, aber auch von den ande­ren gro­ßen Ein­fluss­fak­to­ren für bes­se­ren Melo­di­schen Punk­rock wie etwa Hüs­ker Dü, Dino­saur Jr und Samiam in der Clumsy-Phase haben sie sicher eine Scheibe abge­schnit­ten. Dabei steu­ern sie das ganze aber in eine deut­lich melan­cho­lisch ver­träum­tere Rich­tung und der der Pro­duk­ti­ons­stil lässt bei den lang­sa­me­ren Songs auch eine leichte Shoegaze-Atmo­sphäre auf­kom­men.


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Mannequin Pussy – Gypsy Pervert

Mannequin Pussy - Gypsy Pervert

Lass uns mal über Muschis reden. Mumu-Core ist schwer ange­sagt letz­ter Zeit. Da gab es zum Bei­spiel einen Mus­chi­auf­stand, des­sen Prot­ago­nis­tin­nen für ein kei­nes Ständ­chen an einem unge­wohn­ten Ort in den Knast gin­gen. Eine andere ihrer Art behaup­tete spä­ter von sich, ein gar per­fek­tes Mie­ze­kätz­chen zu sein. Selbst­re­dend sind nicht alle Muschis gleich. Bei erst­ge­nann­ter hinkte doch die musi­ka­li­sche Rele­vanz emp­find­lich hin­ter der poli­ti­schen her. Die andere stellte sich nach dem ers­ten Schock doch eher als eine muf­fige Brise hyper­ven­ti­lier­ter hei­ßer Luft her­aus. Nichts desto trotz, mit Muschi muss man der­zeit rech­nen.
Dies­mal also eine Schau­fens­ter­mu­schi. Gefällt mir um län­gen bes­ser. Das Trio kommt aus New York, ein Mit­glied (mit-Glied, haha!) hat gar keine Muschi und Tiny Engi­nes (siehe auch letz­ter Post) hat gerade ihr ursprüng­lich als Tape erschie­ne­nes Debüt­al­bum wie­der­ver­öf­fent­licht. Das ist aus­ge­zeich­ne­ter und recht viel­sei­ti­ger Krach, der irgendwo zwi­schen Noi­se­pop, Post- und Gara­gen­punk oszil­liert. Ich schreib jetzt bes­ser nicht wei­ter, bevor sich das hier zu einem Muschi­tourette aus­wächst. Muschi, Muschi, Muschi.



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Cayetana – Nervous Like Me

Cayetana - Nervous Like Me

Ok, hier ist mal ’ne Platte, der ver­mut­lich bald grö­ßere Auf­merk­sam­keit zukom­men wird; die Hype­ma­schine (ja, genau!) ist schon warm gelau­fen. Und zurecht, Cayetana aus Phil­adel­phia decken nicht nur erfolg­reich den Bedarf an der sel­ten gewor­de­nen Art von intro­spek­ti­vem und doch ernst zu neh­men­dem Indie­rock mit pun­ki­ger Kante (dan­kens­wer­ter Weise wis­sen sie dabei abge­dro­sche­nes Emo­ge­flenne zu umschif­fen), son­dern sie legen dabei auch noch ein durch­ge­hend bemer­kens­wer­tes Song­ni­veau an den Tag. Aktu­ell fal­len mir da höchs­tens Res­to­ra­ti­ons, Swea­rin‘ oder Big Eyes als eher hin­kende Ver­glei­che ein. Klar ist das alles an und für sich ein alter Hut und sicher gibt’s der­zeit so einige Bands mit ’nem ähn­li­chen Sound­ge­wand, aber kaum eine die ich qua­li­ta­tiv erwäh­nens­wert fände.


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Monster Treasure – Monster Treasure

Monster Treasure - Monster Treasure

Star­kes Debüt­al­bum von einem Trio aus dem kali­for­ni­schen Stock­ton. Drei­zehn ultra­me­lo­di­sche Punk­ro­cker mit erhöh­tem Fuzz­fak­tor und leich­ten Shoegaze-Unter­tö­nen. Das erin­nert mich mal sehr an das Solo­werk von Bob Mould oder noch mehr an seine 90er Band Sugar, aber auch für Freunde von Wav­ves dürfte das hier von inter­esse sein. Die Gesangs­har­mo­nien der bei­den Mädels las­sen aber auch Asso­zia­tio­nen zu frü­hen Vivian Girls zu.



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Xetas – Silence /​ The Knives

Xetas - Silence / The Knives

Auch auf Austin’s 12XU Records erschien die­ses sie­ben­zöl­lige Dings der eben­falls dort behei­ma­te­ten Xetas. Der erste Track klingt so etwas nach Saints mit einem deut­li­chen Schlen­ker in Rich­tung Postcore/​-​punk. Die Flip klingt dann mehr als hät­ten letz­tere sich ein biss­chen X an Bord geholt. Sowohl die Kali­for­nier als auch die Aus­tra­li­schen X, passt bei­des irgend­wie. Dass das in der musi­ka­li­schen Time­line nicht wirk­lich zusam­men­geht ist mir schon klar…


Und als klei­ner Bonus sei noch die­ser hübsch derbe Remix erwähnt:

Digi­tal gibt’s das ganze nach mei­nem Wis­sen (lei­der) nur bei iTu­nes.

Thank you, Urban­kill!

The Gotobeds – Poor People Are Revolting

The Gotobeds - Poor People Are Revolting

Das Texa­ni­sche Label mit dem bes­ten Namen hat kürz­lich gleich zwei her­aus­ra­gende Ton­kon­ser­ven abge­son­dert. Die erste davon kommt von den Goto­beds aus Pitts­burgh. Die musi­ka­li­schen Refe­ren­zen lesen sich wie ein who is who der letz­ten vier­zig Jahre Punk- und Indie­rock­ge­schichte. Am offen­sicht­lichs­ten erin­nert das an die zugäng­lichs­ten Werke von Sonic Youth, manch­mal ver­mischt mit einer klei­nen Note von Pave­ment-Geschram­mel. Auch zum schlauen Rock-Dekon­struk­ti­vis­mus von Wire oder Mis­sion of Burma lässt sich hier der Bogen schla­gen. Und erin­nert sich hier noch wer an die bri­ti­schen Art­pun­ker Ikara Colt aus der frü­hen Nul­ler­jah­ren?
In Kurz­form: Genau meine Tasse Tee. Die Songs brau­chen sich auch nicht hin­ter den gro­ßen Namen ver­ste­cken; das ist ein aus­ge­fuchs­tes Stück trei­ben­der Rock’n’Roll und ein High­light jagt das nächste auf die­ser Platte.



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Miss Destiny – House Of Wax /​ The One 7″

Miss Destiny - House Of Wax / The One 7"

HoZac Records aus Chi­cago, die umtrie­bi­gen Spe­zia­lis­ten für schnör­kel­lo­sen Lärm zwi­schen Gara­gen­punk und Power­pop, schla­gen mal wie­der zu mit einem Kurz­spie­ler die­ser aus­tra­li­schen Combo. Passt aus­ge­zeich­net ins Label­ros­ter und setzt sich mit zwei simp­len und effek­ti­ven Ohr­wür­mern tief in den Syn­ap­sen fest.

iTu­nes
Ama­zon

Thank you, Sonic Masala!

Fat Creeps – Must Be Nice

Fat Creeps - Must Be Nice

Diese Band aus Bos­ton spielt eine recht eigen­wil­lige und wand­lungs­fä­hige Form ent­spann­ten Indie­rocks. Ob strai­gh­ter Punk­rock, ver­träumt-psy­che­de­li­sche Aus­rei­ßer, gara­gi­ger Surf­pop oder leichte Anflüge von Post­punk; all das schüt­telt das Trio sou­ve­rän aus dem Ärmel und macht sich dabei noch des einen oder ande­ren Ohr­wurms mit­schul­dig.


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