Humiliation – Laughing Wall 7″

Humiliation - Laughing Wall 7"

Eine derbe aber kei­nes­wegs stumpfe Lär­m­at­ta­cke lie­fern Humi­lia­tion aus Phoe­nix auf ihrem zwei­ten Kurz­spie­ler ab. Das bewegt sich irgendwo im Umfeld von Hard-/Post­core und Noise, erin­nert mich dabei ein wenig an den dre­cki­gen, druck­vol­len Post­core von Bad Bree­ding oder an aktu­elle Bol­ler­bands á la Sesso Vio­lento, Dauðy­flin oder Impulso.

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Truth Club – Interest Meeting

Truth Club - Interest Meeting

Star­kes Teil, die Debüt EP von Truth Club aus Ral­eigh, North Caro­lina. Indie­rock der alten Schule mit einem klei­nen Sprit­zer Post­core, der seine Wur­zeln klar in den 90ern und frü­hen 00ern hat. Etwa so als trä­fen die ver­schwur­bel­ten Struk­tu­ren von Far­aquet oder Medi­ca­ti­ons auf die melo­di­schen Sla­cker­hym­nen von Archers Of Loaf, Pave­ment oder frü­hen Modest Mouse. Aktu­ell könnte man es auch als eine gering­fü­gig freund­li­cher klin­gende, weni­ger Noise-las­tige Ver­sion von Pile beschrei­ben.

Pardoner – Uncontrollable Salvation

Pardoner - Uncontrollable Salvation

Meine Fresse, was ist denn diese Woche los? Mit dem Debüt­al­bum von Par­do­ner aus San Fran­cisco ist auch schon wie­der die nächste Ham­mer­platte am Start. Den eigen­wil­li­gen Lärm, der einem dar­auf ent­ge­genn springt, könnte man als eine Ver­schmel­zung vom Indie Rock und Post­core der alten 90er Schule, Noise Pop und Fuzz­punk beschrei­ben, ange­rei­chert um deut­li­che Spu­ren von Post Punk und Shoegaze. Selbst geben die Jungs Polvo als ihren wich­tigs­ten Ein­fluss an und das ist auch nicht ganz von der Hand zu wei­sen. Ich denke dabei aber eher an jün­gere Bands wie Ovlov, Happy Diving, Never Young und The Goto­beds; außer­dem finde ich Anklänge an Swer­ve­d­ri­ver und ein klei­nes biss­chen Slint wie­der. Aber allen Ver­glei­chen zum Trotz muss man ihnen doch zuge­ste­hen, ihre durch­aus eigene Nische gefun­den zu haben. Und das Song­ma­te­rial: Durch­weg hoch­wer­tig. Eine von Anfang bis Ende saustarke Platte, die sich kei­nen ein­zi­gen Fehl­tritt leis­tet.



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Pleite – Im Gang vor die Hunde

Pleite - Im Gang vor die Hunde

Das ging ja mal schnell! Nach einem ziem­lich guten Demo im Som­mer, das schon mal sehr gespannt dar­auf machte was die Band in Zukunft so trei­ben wird, ist jetzt auch auch schon das erste Album der Ber­li­ner Punks auf­ge­taucht. Das ist noch viel bes­ser gewor­den als ich es mir erhofft habe. Die Songs und Arran­ge­ments sind aus­ge­feil­ter, die Dar­bie­tung tigh­ter und druck­vol­ler gewor­den. Lyrisch dreht sich nach wie vor alles um „Die Gesamt­scheiße“; die uner­träg­li­che Tris­tesse, das Spie­ßer­tum, die Ver­dum­mung der Medien, Hass, Into­le­ranz, die groß­lä­chige Rück­kehr rech­ter Gesin­nun­gen. Man könnte dazu auch sagen: Typi­sches Deutsch­punk-Mate­rial. Aus dem deutsch­spra­chi­gen Punk­sumpf ste­chen sie aber nicht zuletzt durch eine starke Post­core-Kante her­aus, die mich unter ande­rem etwas an Klas­si­ker von Unwound oder die Bands der John Reis Con­nec­tion (Drive Like Jehu, Hot Snakes) erin­nert. Will­kom­men in den Neun­zi­gern, deut­scher Punk­rock.



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Bench Press – Bench Press

Bench Press - Bench Press

Gleich noch mal ein aus­ge­zeich­ne­tes Debüt, eben­falls von einer Band aus Mel­bourne. Die Aus­tra­lier haben’s eben drauf. Zu hören gibt’s einen Mix aus Post­core und Noise Rock; man darf sich dabei an aktu­elle Bands wie Tunic oder Bat­piss erin­nert füh­len, aber auch einen gele­gent­li­chen Hauch von Fugazi, Drive Like Jehu oder Hot Snakes kann man der Platte nicht abspre­chen.



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Order – Demo 2017

Order - Demo 2017

Sim­pe­ler, grad­li­ni­ger aber durch­aus effek­ti­ver Postpunk/​Postcore von einer Band irgendwo aus Vir­gi­nia. Das erin­nert mich unter ande­rem ein wenig an Bad Bree­ding oder Ner­vo­sas.


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Plax – Clean Feeling

Plax - Clean Feeling

Plax kom­men aus Aus­tin, Texas und bestehen unter ande­rem aus Mit­glie­dern von OBN III’s und Spray Paint. Beson­ders die Erwäh­nung letz­te­rer Band lässt mich natür­lich sofort auf­hor­chen, aber mit so einem ver­dammt per­fek­ten, unbän­di­gen Biest von einer Platte hatte ich dann doch nicht gerech­net. Das ist ein erst­klas­sig Ärsche tre­ten­des Gemisch aus Punk, Noise und Fuzz, das mal an den ener­gi­schen Garage Punk von Ex Cult, Ura­nium Club oder frü­hen Tyvek erin­nert, an den räu­di­gen Post­punk von Insti­tute oder den gna­den­lo­sen Vor­wärts­drang der Hot Snakes. Die ganze Platte ist ein ein­zi­ges Ener­gie­bün­del.



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Downtown Boys – Cost Of Living

Downtown Boys - Cost Of Living

Down­town Boys sind jetzt also auf einem ziem­lich bekann­ten Label gelan­det und haben eine selbst­be­wusste neue Platte am Start, die sich dafür nicht zu ent­schul­di­gen braucht. Pas­sen­der­weise kana­li­sie­ren sie ihre Ener­gie hier auch in einen etwas auf­ge­räum­te­ren, den­noch schön druck­vol­len und viel­schich­ti­gen Sound. Anstatt des Gara­gen-Fun­da­men­tes des Debüt­al­bums toben sich die neuen Songs auf einer bom­ben­fes­ten Basis aus Post­punk und -core aus. Die pro­du­zie­rende Auf­sicht von Guy Pic­ciotto (Rites of Spring, Fugazi) hat sicher mit dazu bei­ge­tra­gen. Es mag rei­ner Zufall sein, aber hin und wie­der fal­len mir doch Stil­ele­mente auf, die ver­däch­tig nach Dischord in den 90ern rie­chen.



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Midwives – No

Midwives - No

Das zweite und letzte Album der Band aus Mil­wau­kee. Das Ganze kommt etwas run­der rüber als auf dem schon sehr schi­cken Vor­gän­ger, musi­ka­lisch han­delt es sich aber nach wie vor um einen recht frag­men­tier­ten Bas­tard, die sich irgendwo zwi­schen den Stüh­len von Post­core, Noi­se­rock, Garage- und Hard­core­punk aus­tobt.



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Couch Slut – Contempt

Couch Slut - Contempt

Mit ihrem zwei­ten Album lie­fert die Band aus New York einen schwer­ver­dau­li­chen Bro­cken Lärm ab, der viel­leicht etwas aus dem gewohn­ten Spek­trum die­ses Blogs her­aus­fällt, nichts­des­to­trotz Gehör fin­den sollte mit sei­ner Ver­schmel­zung von Noise Rock, Thrash-/Doom-Metal und Post­core. Schmerz­haft ist das, und dabei ziehe ich noch gar nicht mal die mit Sicher­heit ver­stö­ren­den Lyrics von Sän­ge­rin Megan Osztro­sits in Betracht, die hier so tief im Mix ver­gra­ben sind, dass ich bes­ten­falls ein paar Wort­fet­zen aus­ma­chen kann (der digi­tale Release, Band­camp, etc. lie­fert lei­der keine Texte mit). Viel­leicht will man’s auch gar nicht so genau wis­sen. Aber eins weiß ich: Diese Drei­vier­tel­stunde Musik gehört zu den kathar­tischs­ten und unge­müt­lichs­ten Mach­wer­ken, die wir die­ses Jahr zu hören bekom­men.


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