Plax – Clean Feeling

Plax - Clean Feeling

Plax kom­men aus Aus­tin, Texas und bestehen unter ande­rem aus Mit­glie­dern von OBN III’s und Spray Paint. Beson­ders die Erwäh­nung letz­te­rer Band lässt mich natür­lich sofort auf­hor­chen, aber mit so einem ver­dammt per­fek­ten, unbän­di­gen Biest von einer Platte hatte ich dann doch nicht gerech­net. Das ist ein erst­klas­sig Ärsche tre­ten­des Gemisch aus Punk, Noise und Fuzz, das mal an den ener­gi­schen Garage Punk von Ex Cult, Ura­nium Club oder frü­hen Tyvek erin­nert, an den räu­di­gen Post­punk von Insti­tute oder den gna­den­lo­sen Vor­wärts­drang der Hot Snakes. Die ganze Platte ist ein ein­zi­ges Ener­gie­bün­del.



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Downtown Boys – Cost Of Living

Downtown Boys - Cost Of Living

Down­town Boys sind jetzt also auf einem ziem­lich bekann­ten Label gelan­det und haben eine selbst­be­wusste neue Platte am Start, die sich dafür nicht zu ent­schul­di­gen braucht. Pas­sen­der­weise kana­li­sie­ren sie ihre Ener­gie hier auch in einen etwas auf­ge­räum­te­ren, den­noch schön druck­vol­len und viel­schich­ti­gen Sound. Anstatt des Gara­gen-Fun­da­men­tes des Debüt­al­bums toben sich die neuen Songs auf einer bom­ben­fes­ten Basis aus Post­punk und -core aus. Die pro­du­zie­rende Auf­sicht von Guy Pic­ciotto (Rites of Spring, Fugazi) hat sicher mit dazu bei­ge­tra­gen. Es mag rei­ner Zufall sein, aber hin und wie­der fal­len mir doch Stil­ele­mente auf, die ver­däch­tig nach Dischord in den 90ern rie­chen.



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Midwives – No

Midwives - No

Das zweite und letzte Album der Band aus Mil­wau­kee. Das Ganze kommt etwas run­der rüber als auf dem schon sehr schi­cken Vor­gän­ger, musi­ka­lisch han­delt es sich aber nach wie vor um einen recht frag­men­tier­ten Bas­tard, die sich irgendwo zwi­schen den Stüh­len von Post­core, Noi­se­rock, Garage- und Hard­core­punk aus­tobt.



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Couch Slut – Contempt

Couch Slut - Contempt

Mit ihrem zwei­ten Album lie­fert die Band aus New York einen schwer­ver­dau­li­chen Bro­cken Lärm ab, der viel­leicht etwas aus dem gewohn­ten Spek­trum die­ses Blogs her­aus­fällt, nichts­des­to­trotz Gehör fin­den sollte mit sei­ner Ver­schmel­zung von Noise Rock, Thrash-​/​Doom-​Metal und Post­core. Schmerz­haft ist das, und dabei ziehe ich noch gar nicht mal die mit Sicher­heit ver­stö­ren­den Lyrics von Sän­ge­rin Megan Osztro­sits in Betracht, die hier so tief im Mix ver­gra­ben sind, dass ich bes­ten­falls ein paar Wort­fet­zen aus­ma­chen kann (der digi­tale Release, Band­camp, etc. lie­fert lei­der keine Texte mit). Viel­leicht will man’s auch gar nicht so genau wis­sen. Aber eins weiß ich: Diese Drei­vier­tel­stunde Musik gehört zu den kathar­tischs­ten und unge­müt­lichs­ten Mach­wer­ken, die wir die­ses Jahr zu hören bekom­men.


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Tunic – Boss

Tunic - Boss

Auch auf EP Num­mer zwei weiß die Band aus dem kana­di­schen Win­ni­peg sehr gekonnt Ärsche zu ver­soh­len. Ein wah­res Ver­gnü­gen, wie ihr aber­mals ver­fei­ner­ter Sound aus Noi­se­rock, Post­punk und Post­core in sei­ner gebün­del­ten Wucht den Putz von den Wän­den kratzt.


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Church Of Goya – Church Of Goya

Church Of Goya - Church Of Goya

Die Noi­sero­cker Goya aus Wel­ling­ton, Neu­see­land sind jetzt also eine Church of… Das hat Vor­teile mit den Steu­ern. Musi­ka­lisch hat sich dege­gen nicht viel geän­dert, ihr eigen­wil­li­ger Noiserock-​/​Postcore-​Hybrid hat sich sei­nen schrul­li­gen Charme bewahrt.


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LUAU – Wake Up Dreaming

LUAU - Wake Up Dreaming

Schöne Debüt-EP einer Band aus dem bri­ti­schen Basing­s­toke. Die weiß mit unver­schämt rocken­dem Gara­ge­punk und einem klei­nen Sprit­zer Post­core zu gefal­len, der in den bes­ten Momen­ten den Geist von Obits und Hot Snakes her­auf­be­schwört.


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Batpiss – Rest In Piss

Batpiss - Rest In Piss

Album Num­mer drei­ein­halb der Band aus Mel­bourne ist ihre bis­her stärkste, kon­sis­ten­teste Ver­öf­fent­li­chung und drückt wie gewohnt ganz schön auf die Tube mit einem Mix aus Post­core und Noi­se­rock im Geiste der frü­hen bis mitt­le­ren 90er. Das erin­nert an diverse Klas­si­ker von Bands wie etwa Jaw­box, Unwound und Bands der John Reis-Con­nec­tion (Hot Snakes, Drive Like Jehu…), im spä­te­ren Ver­lauf hat die Platte dann auch ein paar Anklänge an Fugazi oder Shel­lac. Und aus der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit wären noch Wymyns Pry­syn, Meat Wave und natür­lich METZ zu nen­nen.



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Humanities & Low Sun – Human Sun

Humanities & Low Sun - Human Sun

Eine tol­les Split-Tape zweier Bands aus Toronto, die hier zwei recht unter­schied­li­che Auf­fas­sun­gen von olschoo­li­gem Indie-​/​Alternative Rock prä­sen­tie­ren. Huma­nities fie­len mir schon mal vor einer Weile mit einer viel­ver­spre­chen­den ers­ten EP auf und ihr lang­sam aber kräf­tig daher­kom­men­der Sound bedient sich unter ande­rem bei Ein­flüs­sen aus Noise Rock, Sludge und dem Post­core der Jahr­tau­send­wende.
Low Sun hin­ge­gen lie­fern mit ihren zwei Songs ihr Debüt ab und zie­hen mich eben­falls sofort auf ihre Seite mit psy­che­de­lisch-folk­i­gen Har­mo­nien und einem Vibe, dem eine aus­ge­prägte Seat­tle-Geruchs­note anhaf­tet.


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Mutual Jerk – Mutual Jerk 7″

Mutual Jerk - Mutual Jerk 7"

Zwei Jahre nach ihrem sehr ordent­li­chen Demo ist im Mai die erste 7″ der Band aus Atlanta auf State Laugh­ter erschie­nen und weiß durch­aus zu gefal­len mit einem irgendwo zwi­schen Postcore/​-​punk und Noi­se­rock ange­sie­del­ten Sound und einem kon­stant ange­pisst rumnölen­den Sän­ger.