Tics – Tics

Tics - Tics

Auf dem ers­ten Album die­ser Köl­ner Band bekommt man schwer fest­zu­na­geln­den, zu gro­ßen Tei­len instru­men­ta­len Post­punk von stän­dig wech­seln­der Gestalt und mit star­kem Hang zum Expe­ri­ment zu hören, durch­zo­gen von selt­sam anmu­ten­den Sprach­sam­ples und mit gele­gent­li­chem, an alte No Wave-Schule erin­nern­derm Saxo­phon­ein­satz.

Aber in der chao­ti­schen Viel­falt der Platte meine ich doch ein paar rote Fäden zu erken­nen und fühle mich abwech­selnd mal an Minu­te­men, The Pop Group oder Mis­sion Of Burma-Geschram­mel erin­nert, in ande­ren Momen­ten hat’s einen Touch von Gang Of Four, manch­mal riecht es ver­däch­tig nach The Fall oder nach dem unkon­ven­tio­nel­len Postpunk/​Proto-​Postcore von Sac­cha­rine Trust und Slo­venly.



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Pinkbatts – BLACK to COMM Session 020417

Pinkbatts - BLACK to COMM Session 020417

Da hab ich letzte Woche noch den Wunsch nach etwas bes­ser klin­gen­den Auf­nah­men der Band aus Syd­ney geäu­ßert und der geht dann auch noch prompt in Erfül­lung. Und zwar in Form einer Live-im-Stu­dio-Ses­sion für Black Wire Records. Die bestä­tigt den guten Ein­druck, den die LoFi-mäßige erste (Live-)EP bei mir gemacht hat. Ganz exzel­len­tes Zeug ist das näm­lich. Immer auf­pas­sen, was man sich wünscht. Dies­mal ist es noch gut aus­ge­gan­gen.

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Cold Kids – Das Wollen Wir 7″

Cold Kids - Das Wollen Wir 7"

Gar nicht übler deutsch­spra­chi­ger (Post-)Punk aus Bam­berg.

Haldol – The Totalitarianism of Everyday Life

Haldol - The Totalitarianism of Everyday Life

Auf ihrem zwei­ten Lang­spie­ler navi­gie­ren Hal­dol aus Phil­adel­phia selbst­be­wus­ter als je zuvor durch Song­ma­te­rial, das eben­falls durch­weg zum bis­her stärks­ten der Band gehört. Ihr dun­kel­grauer Death- und Post­punk hat dabei ordent­lich an Druck und Tex­tur gewon­nen, gibt sich inner­halb sei­nes Genre-Spiel­raums uner­war­tet abwechs­lungs­reich und hat auch ein paar neue Über­ra­schun­gen an Bord. Wenn bei­spiels­weise gleich in den ers­ten bei­den Songs Asso­zia­tio­nen an die Noi­sero­cker Spray Paint wach­ge­ru­fen wer­den oder an Wipers erin­nernde Leads los­bre­chen, als hätte der alte Herr Sage selbst vor­bei­ge­schaut. Hier hat eine Band ein­deu­tig ihren Sound gefun­den; alles sitzt, passt, wackelt und hat Luft auf die­ser Platte.



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Pinkbatts – Marrickville Bowling Club

Pinkbatts - Marrickville Bowling Club

Das erste Lebens­zei­chen die­ser Band aus Syd­ney kommt in der Form eines Lo-Fi-mäßi­gen Mit­schnitts aus der titel­ge­ben­den Loca­tion. Der macht mit sei­ner wun­der­bar unge­wa­sche­nen Mischung aus Noise, Sludge und (Post-)Punk schon ganz schön neu­gie­rig und lässt hof­fen, dass wir das Mate­rial in naher Zukunft auch mal in etwas höher­wer­ti­gen Record­ings zu hören bekom­men.


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Cerimonia Secreta – Da Sempre

Cerimonia Secreta - Da Sempre

Hui, da kommt einem ordent­lich Wind ent­ge­gen auf dem ers­ten Lang­spie­ler die­ser Band aus Mai­land. Zu hören gibt’s ers­klas­si­gen Post­punk der düs­te­ren und ener­gi­schen Sorte mit maxi­ma­lem Ange­pisst­heits-Fak­tor. Als Refe­ren­zen in der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit fal­len mir so Bands wie Sar­casm, Nega­tive Space, Dis­joy oder Columns ein.



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Italia 90 – Italia 90

Italia 90 - Italia 90

Wie aus dem Nichts kommt plotz­lich diese Lon­do­ner Band daher mit einer bril­li­an­ten Debüt-EP und einem Sound aus rohem, aber kon­tro­lier­tem Post-​/​Artpunk und einem herz­haf­ten Garage-Nach­bren­ner. Man darf sich dabei durch­aus an so unter­schied­li­che Bands wie etwa Flip­per, The Fall, Wire oder Swell Maps erin­nert füh­len.


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Pill – Aggressive Advertising

Pill - Aggressive Advertising

Neue EP der New Yor­ker Post­pun­ker. Wie zu erwar­ten setzt die den exzel­len­ten, No Wave-inspi­rier­ten Post­punk fort, der schon auf zwei EPs und ihrem letz­tes Jahr erschie­ne­nen Debüt­al­bum zu über­zeu­gen wusste. Den neuen Songs haben sie im Ver­gleich dazu aber einen gera­dezu relaxt groo­ven­den, stel­len­weise auch mal gering­fü­gig krau­ti­gen Vibe ver­passt.


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Nots – Cruel Friend /​ Violence 7″

Nots - Cruel Friend / Violence 7"

Neue EP der Band aus Mem­phis, wie gewohnt auf Goner Records. Cruel Fri­end stürmt mal wie­der ganz ohne Umschweife vor­wärts mit die­ser unver­wech­sel­ba­ren Melange aus Post­punk, Noise und Garage, mit der diese Band mich schon seit jeher zu begeis­tern wusste. Eben­falls sehr über­zeu­gend ist die B-Seite Vio­lence, die mit ihrem ver­gleichs­weise schlep­pen­dem Tempo eine aus­ge­spro­chen düs­tere Stim­mung ver­sprüht.

Meager – Return To Sender

Meager - Return To Sender

Die kali­for­ni­sche Band legt hier ihr zwei­tes und aber­mals ganz aus­ge­zeich­ne­tes Kurz­spiel­tape auf Smo­king Room vor. Zu hören gibt’s Noi­se­ge­la­de­nen Post­punk mit Pas­sa­gen von Sonic Youth-mäßi­gem Geschram­mel, deren typi­schem Spiel mit Melo­die und Dis­so­nanz. Dar­über hin­aus sind Stil­ele­mente dabei, die mich unter ande­rem an den Proto-Post­core frü­her Sac­cha­rine Trust erin­nern.



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