Padkarosda – Tétova Lelkek

Padkarosda - Tétova Lelkek

Aus­ge­zeich­ne­tes Postpunk/​Deathrock/​Dark Punk-Gedöns auf dem zwei­ten Lang­spie­ler von Pad­ka­rosda aus Buda­pest. Das Genre wird hier sicher nicht neu erfun­den, dafür punk­tet die Platte aber mit ihrer Kom­pro­miss­lo­sig­keit und einem durch­weg sehr stim­mi­gen, tief­dun­kel­schwar­zen Gesamt­bild.



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Gumming – Gumming

Gumming - Gumming

Ultra­ka­put­tes Zeug aus Rich­mond, Vir­gi­nia. Irgendwo im Spek­trum von Post Punk, Noise und Garage zu ver­or­ten und mit einem gele­gent­li­chen Hard­core-Nach­bren­ner aus­ge­stat­tet, gehört das zum abge­fuck­tes­ten Lärm, den besagte Gen­res der­zeit zu bie­ten haben. Ent­spre­chend weckt das Asso­zia­tio­nen zu den eini­gen der schä­bigs­ten Bands unse­rer Zeit. Lumpy & The Dum­pers, Soup­cans und Strange Attrac­tor wären da unter ande­rem zu nen­nen.



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Sleeping Bag – Wet

eSleeping Bag - Wet

Das bereits vierte Album die­ser Band aus Bloo­m­ing­ton, Indiana über­rascht mit einem ganz schön aus der Zeit gefal­le­nen Sound, der seine Inspi­ra­tion glei­cher­ma­ßen aus dem Indie­rock der 90er und dem melo­di­schen Post Punk-Revi­val der 00er Jahre zu zie­hen scheint. Die Arran­ge­ments sind dabei auf ein abso­lu­tes Mini­mum her­un­ter­ge­kocht, die fra­gi­len Song­frag­mente sind nicht mehr als ein abs­trak­tes Grund­ge­rüst. Als träfe der ein­gän­gige Indie­rock aktu­el­ler Bands á la Dead Soft oder Dan­ce­hall auf den intro­ver­tier­ten Mini­ma­lis­mus der Shy Boys oder die öko­no­mi­sche Klang­re­duk­tion des letz­ten Teen­an­ger Albums.



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Plax – Clean Feeling

Plax - Clean Feeling

Plax kom­men aus Aus­tin, Texas und bestehen unter ande­rem aus Mit­glie­dern von OBN III’s und Spray Paint. Beson­ders die Erwäh­nung letz­te­rer Band lässt mich natür­lich sofort auf­hor­chen, aber mit so einem ver­dammt per­fek­ten, unbän­di­gen Biest von einer Platte hatte ich dann doch nicht gerech­net. Das ist ein erst­klas­sig Ärsche tre­ten­des Gemisch aus Punk, Noise und Fuzz, das mal an den ener­gi­schen Garage Punk von Ex Cult, Ura­nium Club oder frü­hen Tyvek erin­nert, an den räu­di­gen Post­punk von Insti­tute oder den gna­den­lo­sen Vor­wärts­drang der Hot Snakes. Die ganze Platte ist ein ein­zi­ges Ener­gie­bün­del.



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Downtown Boys – Cost Of Living

Downtown Boys - Cost Of Living

Down­town Boys sind jetzt also auf einem ziem­lich bekann­ten Label gelan­det und haben eine selbst­be­wusste neue Platte am Start, die sich dafür nicht zu ent­schul­di­gen braucht. Pas­sen­der­weise kana­li­sie­ren sie ihre Ener­gie hier auch in einen etwas auf­ge­räum­te­ren, den­noch schön druck­vol­len und viel­schich­ti­gen Sound. Anstatt des Gara­gen-Fun­da­men­tes des Debüt­al­bums toben sich die neuen Songs auf einer bom­ben­fes­ten Basis aus Post­punk und -core aus. Die pro­du­zie­rende Auf­sicht von Guy Pic­ciotto (Rites of Spring, Fugazi) hat sicher mit dazu bei­ge­tra­gen. Es mag rei­ner Zufall sein, aber hin und wie­der fal­len mir doch Stil­ele­mente auf, die ver­däch­tig nach Dischord in den 90ern rie­chen.



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Reality Group – Dog Fries Mouse Hat

Reality Group - Dog Fries Mouse Hat

Nach einem äußerst appe­tit­an­re­gen­den Demo im letz­tem Herbst legen Rea­lity Group aus Win­ni­peg, Kanada jetzt eine neue EP nach, die locker das beacht­li­che Qua­li­täts­ni­veau des Demos fort­setzt. Zu hören gibt’s fünf wei­tere Gara­ge­punk-Per­len mit Spu­ren von Post­punk und ein paar klei­nen Über­ra­schun­gen. Das macht auf den ers­ten Blick ledig­lich den Ein­druck von soli­der Haus­manns­kost. Die Grund­zu­ta­ten sind alt­be­kannt. Hat man aber erst mal ange­bis­sen, ent­fal­tet sich eine uner­war­tete Geschmacks­ex­plo­sion.


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Andy Human and the Reptoids – Refrigerator 7″ /​ Sarcastic 7″

Andy Human and the Reptoids - Refrigerator 7" / Sarcastic 7"
Andy Human and the Reptoids - Refrigerator 7" / Sarcastic 7"

Nicht nur haben die Punks aus Oak­land eine neue 7″ auf Total Punk raus. Auch ein wei­te­rer Kurz­spie­ler, der letz­tes Jahr auf Good­bye Boozy Records erschien, ist jetzt end­lich via Band­camp digi­tal zu bekom­men. Und zwar beide zu ziem­li­chen Schwei­ne­prei­sen. Das muss so ein­fach mal gesagt wer­den. Nicht das erste mal in letz­ter Zeit. Wird das jetzt nor­mal auf Band­camp?
Naja, jeden­falls lie­fern sie hier die gewohnt hohe Qua­li­tät ab mit ihrem strai­gh­ten Rock’n’Roll, der kon­stant auf der Schwelle zwi­schen Garage- und Post­punk balan­ciert und auch etwas 77er Spi­rit ver­sprüht.


Sick Horse – Good Body Feeling

Sick Horse - Good Body Feeling

Das Debüt­al­bum die­ser Ber­li­ner Band zieht mich sofort auf seine Seite mit unver­schämt abge­hen­dem Garage Punk und einem gele­gent­lich etwas post­pun­ki­gen Unter­ton. Das ganze erin­nert mich an Bands wie Ura­nium Club, Aus­mu­te­ants, Ex-Cult oder The UV Race.



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Noseholes – Noseholes

Noseholes - Noseholes

Die Debüt-EP der Ham­bur­ger Band kommt mit recht kru­dem, No Wave-infi­zier­tem Post­punk daher. Der ist sich schein­bar noch etwas unsi­cher, was er mal wer­den will, wenn er groß ist. Das tut dem ver­schro­be­nen Charme die­ser Platte aber kei­nen Abbruch, die zuerst ver­gleichs­weise quir­lig groo­vende Vibes ver­sprüht, dann in zuneh­mend expe­ri­men­telle Gewäs­ser abdrif­tet. Beson­ders letz­te­res gefällt mir aus­ge­spro­chen gut.


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Tawings – Listerine /​ Dad Cry

Tawings -  Listerine / Dad Cry

Auf der Debüt-7″ die­ser Band aus Tokyo setzt es zwei mal fluffi­gen, maxi­mal glück­lich machen­den Post­punk, dem selbst das grum­me­lige Kel­ler­kind in mir kei­nen effek­ti­ven Wider­stand ent­ge­gen­set­zen kann.