Ice Balloons – Fiesta

Ice Balloons - Fiesta

In die­ser Super­group aus New York sind unter ande­rem Mit­glie­der von Samiam und TV On The Radio betei­ligt, das Ergeb­nis klingt aber nach kei­ner die­ser Bands. Statt­des­sen setzt es auf ihrem zwei­ten Album recht ambi­tio­nier­ten Noi­se­rock mit uner­war­tet psy­che­de­li­schen Zwi­schen­tö­nen und doo­mi­gen Momen­ten, der manch­mal an alte Fudge Tun­nel erin­nert, an die Ambi­ent- und Noise-Sound­s­capes von Danyl Jesu oder den kom­pro­miss­lo­sen Vor­schub von So Pit­ted; über weite Stre­cken macht sich außer­dem mehr als nur ein Hauch von Kil­ling Joke bemerk­bar.



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Midwives – No

Midwives - No

Das zweite und letzte Album der Band aus Mil­wau­kee. Das Ganze kommt etwas run­der rüber als auf dem schon sehr schi­cken Vor­gän­ger, musi­ka­lisch han­delt es sich aber nach wie vor um einen recht frag­men­tier­ten Bas­tard, die sich irgendwo zwi­schen den Stüh­len von Post­core, Noi­se­rock, Garage- und Hard­core­punk aus­tobt.



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Couch Slut – Contempt

Couch Slut - Contempt

Mit ihrem zwei­ten Album lie­fert die Band aus New York einen schwer­ver­dau­li­chen Bro­cken Lärm ab, der viel­leicht etwas aus dem gewohn­ten Spek­trum die­ses Blogs her­aus­fällt, nichts­des­to­trotz Gehör fin­den sollte mit sei­ner Ver­schmel­zung von Noise Rock, Thrash-​/​Doom-​Metal und Post­core. Schmerz­haft ist das, und dabei ziehe ich noch gar nicht mal die mit Sicher­heit ver­stö­ren­den Lyrics von Sän­ge­rin Megan Osztro­sits in Betracht, die hier so tief im Mix ver­gra­ben sind, dass ich bes­ten­falls ein paar Wort­fet­zen aus­ma­chen kann (der digi­tale Release, Band­camp, etc. lie­fert lei­der keine Texte mit). Viel­leicht will man’s auch gar nicht so genau wis­sen. Aber eins weiß ich: Diese Drei­vier­tel­stunde Musik gehört zu den kathar­tischs­ten und unge­müt­lichs­ten Mach­wer­ken, die wir die­ses Jahr zu hören bekom­men.


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Tunic – Boss

Tunic - Boss

Auch auf EP Num­mer zwei weiß die Band aus dem kana­di­schen Win­ni­peg sehr gekonnt Ärsche zu ver­soh­len. Ein wah­res Ver­gnü­gen, wie ihr aber­mals ver­fei­ner­ter Sound aus Noi­se­rock, Post­punk und Post­core in sei­ner gebün­del­ten Wucht den Putz von den Wän­den kratzt.


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Deafkids – Configuração do Lamento

Deafkids - Configuração do Lamento

Ziem­lich gei­les expe­ri­men­tel­les Noi­se­ge­döns gibt’s auf der aktu­el­len EP die­ser Band aus São Paulo zu ver­dauen, das irgendwo zwi­schen repe­ti­ti­vem mimi­mal-Rif­fing, Per­cus­sion-Exkur­sen und psy­che­de­li­schem Nebel ope­riert. Dar­ge­bo­ten wird das ganze in der Form von zwei kom­pak­ten Sui­ten. Der Krem­pel wird übri­gens im Okto­ber auf Neu­rot Record­ings wie­der­ver­öf­fent­licht.

Church Of Goya – Church Of Goya

Church Of Goya - Church Of Goya

Die Noi­sero­cker Goya aus Wel­ling­ton, Neu­see­land sind jetzt also eine Church of… Das hat Vor­teile mit den Steu­ern. Musi­ka­lisch hat sich dege­gen nicht viel geän­dert, ihr eigen­wil­li­ger Noiserock-​/​Postcore-​Hybrid hat sich sei­nen schrul­li­gen Charme bewahrt.


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Batpiss – Rest In Piss

Batpiss - Rest In Piss

Album Num­mer drei­ein­halb der Band aus Mel­bourne ist ihre bis­her stärkste, kon­sis­ten­teste Ver­öf­fent­li­chung und drückt wie gewohnt ganz schön auf die Tube mit einem Mix aus Post­core und Noi­se­rock im Geiste der frü­hen bis mitt­le­ren 90er. Das erin­nert an diverse Klas­si­ker von Bands wie etwa Jaw­box, Unwound und Bands der John Reis-Con­nec­tion (Hot Snakes, Drive Like Jehu…), im spä­te­ren Ver­lauf hat die Platte dann auch ein paar Anklänge an Fugazi oder Shel­lac. Und aus der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit wären noch Wymyns Pry­syn, Meat Wave und natür­lich METZ zu nen­nen.



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Narrow Lands – Everything’s Fine

Narrow Lands - Everything's Fine

Das knapp vier Jahre alte Debüt­al­bum der metal­li­schen Noi­sero­cker aus Syd­ney hat mir ja schon sehr gut gefal­len. Die Songs der neuen EP sind aber noch ein gan­zes Stück ambi­tio­nier­ter; die Band hat hier zu einem ganz eige­nen Sound gefun­den. Nach wie vor ist das Noi­se­rock mit star­kem Zusatz von Sludge- und Doom-Ele­men­ten; neu hinzu kom­men jetzt unter ande­rem Ein­flüsse aus Math Rock und Post Punk. In Bring Them All Here kann das mal etwas an frühe Iceage erin­nern, in ande­ren Momen­ten kann man Par­al­le­len zu Neu­ro­sis, Fro­dus oder gar Pink Floyd der Syd Bar­ret-Phase zie­hen. Guter Stoff.


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Humanities & Low Sun – Human Sun

Humanities & Low Sun - Human Sun

Eine tol­les Split-Tape zweier Bands aus Toronto, die hier zwei recht unter­schied­li­che Auf­fas­sun­gen von olschoo­li­gem Indie-​/​Alternative Rock prä­sen­tie­ren. Huma­nities fie­len mir schon mal vor einer Weile mit einer viel­ver­spre­chen­den ers­ten EP auf und ihr lang­sam aber kräf­tig daher­kom­men­der Sound bedient sich unter ande­rem bei Ein­flüs­sen aus Noise Rock, Sludge und dem Post­core der Jahr­tau­send­wende.
Low Sun hin­ge­gen lie­fern mit ihren zwei Songs ihr Debüt ab und zie­hen mich eben­falls sofort auf ihre Seite mit psy­che­de­lisch-folk­i­gen Har­mo­nien und einem Vibe, dem eine aus­ge­prägte Seat­tle-Geruchs­note anhaf­tet.


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Dasher – Soduim

Dasher - Soduim

Dasher aus Bloo­m­ing­ton, Indiana haben sich ganz schön Zeit gelas­sen mit ihrem ers­ten Lang­spie­ler, der jetzt, vier­ein­halb Jahre nach ihrem bereits sehr, sehr guten Demo auf Jag­ja­gu­war erschie­nen ist. Und nicht nur das, auch das Song­ma­te­rial ist über­wie­gend schon vom Demo und zwei 7″s bekannt, man­che Songs bekommt man hier gar zum drit­ten mal vor­ge­setzt. Und doch wird schon im ers­ten Moment klar, dass die Band in der Zwi­schen­zeit nicht untä­tig war, bis zur Per­fek­tion an Sound und Arran­ge­ment gear­bei­tet hat. Das Ergeb­nis kann sich sehen las­sen. Ihr ultrag­rad­li­ni­ger, in eine dre­ckige Pfütze aus Noise getränk­ter Post­punk ent­wi­ckelt hier eine maxi­male Wucht, ein kom­pak­tes, ent­schlos­sen vor­wärts wal­zen­des Stück Lärm.



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