Batpiss – Rest In Piss

Batpiss - Rest In Piss

Album Num­mer drei­ein­halb der Band aus Mel­bourne ist ihre bis­her stärkste, kon­sis­ten­teste Ver­öf­fent­li­chung und drückt wie gewohnt ganz schön auf die Tube mit einem Mix aus Post­core und Noi­se­rock im Geiste der frü­hen bis mitt­le­ren 90er. Das erin­nert an diverse Klas­si­ker von Bands wie etwa Jaw­box, Unwound und Bands der John Reis-Con­nec­tion (Hot Snakes, Drive Like Jehu…), im spä­te­ren Ver­lauf hat die Platte dann auch ein paar Anklänge an Fugazi oder Shel­lac. Und aus der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit wären noch Wymyns Pry­syn, Meat Wave und natür­lich METZ zu nen­nen.



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Narrow Lands – Everything’s Fine

Narrow Lands - Everything's Fine

Das knapp vier Jahre alte Debüt­al­bum der metal­li­schen Noi­sero­cker aus Syd­ney hat mir ja schon sehr gut gefal­len. Die Songs der neuen EP sind aber noch ein gan­zes Stück ambi­tio­nier­ter; die Band hat hier zu einem ganz eige­nen Sound gefun­den. Nach wie vor ist das Noi­se­rock mit star­kem Zusatz von Sludge- und Doom-Ele­men­ten; neu hinzu kom­men jetzt unter ande­rem Ein­flüsse aus Math Rock und Post Punk. In Bring Them All Here kann das mal etwas an frühe Iceage erin­nern, in ande­ren Momen­ten kann man Par­al­le­len zu Neu­ro­sis, Fro­dus oder gar Pink Floyd der Syd Bar­ret-Phase zie­hen. Guter Stoff.


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Humanities & Low Sun – Human Sun

Humanities & Low Sun - Human Sun

Eine tol­les Split-Tape zweier Bands aus Toronto, die hier zwei recht unter­schied­li­che Auf­fas­sun­gen von olschoo­li­gem Indie-​/​Alternative Rock prä­sen­tie­ren. Huma­nities fie­len mir schon mal vor einer Weile mit einer viel­ver­spre­chen­den ers­ten EP auf und ihr lang­sam aber kräf­tig daher­kom­men­der Sound bedient sich unter ande­rem bei Ein­flüs­sen aus Noise Rock, Sludge und dem Post­core der Jahr­tau­send­wende.
Low Sun hin­ge­gen lie­fern mit ihren zwei Songs ihr Debüt ab und zie­hen mich eben­falls sofort auf ihre Seite mit psy­che­de­lisch-folk­i­gen Har­mo­nien und einem Vibe, dem eine aus­ge­prägte Seat­tle-Geruchs­note anhaf­tet.


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Dasher – Soduim

Dasher - Soduim

Dasher aus Bloo­m­ing­ton, Indiana haben sich ganz schön Zeit gelas­sen mit ihrem ers­ten Lang­spie­ler, der jetzt, vier­ein­halb Jahre nach ihrem bereits sehr, sehr guten Demo auf Jag­ja­gu­war erschie­nen ist. Und nicht nur das, auch das Song­ma­te­rial ist über­wie­gend schon vom Demo und zwei 7″s bekannt, man­che Songs bekommt man hier gar zum drit­ten mal vor­ge­setzt. Und doch wird schon im ers­ten Moment klar, dass die Band in der Zwi­schen­zeit nicht untä­tig war, bis zur Per­fek­tion an Sound und Arran­ge­ment gear­bei­tet hat. Das Ergeb­nis kann sich sehen las­sen. Ihr ultrag­rad­li­ni­ger, in eine dre­ckige Pfütze aus Noise getränk­ter Post­punk ent­wi­ckelt hier eine maxi­male Wucht, ein kom­pak­tes, ent­schlos­sen vor­wärts wal­zen­des Stück Lärm.



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Mutual Jerk – Mutual Jerk 7″

Mutual Jerk - Mutual Jerk 7"

Zwei Jahre nach ihrem sehr ordent­li­chen Demo ist im Mai die erste 7″ der Band aus Atlanta auf State Laugh­ter erschie­nen und weiß durch­aus zu gefal­len mit einem irgendwo zwi­schen Postcore/​-​punk und Noi­se­rock ange­sie­del­ten Sound und einem kon­stant ange­pisst rumnölen­den Sän­ger.

Staer – Staer

Staer - Staer

Eine schon etwas ältere aber groß­ar­tige EP einer Band aus dem Nor­we­gi­schen Sta­van­ger. Um deren Musik zu beschrei­ben könnte man Begriffe wie Jazz­punk, Post­punk und expe­ri­men­tel­ler Noi­se­rock bemü­hen, den Kern der Sache trifft man damit aber nicht wirk­lich.

Milked – Death On Mars

Milked - Death On Mars

Mil­ked ist neben den an die­ser Stelle schon mehr­fach erwähn­ten Hung Toys ein wei­te­res Solo­pro­jekt von Kelly John­son, sei­nes Zei­chens ehe­ma­li­ger Front­mann der Noi­sero­cker Geronimo!. Unter dem Alias hat er im Laufe der letz­ten bei­den Jahre bereits ein Album und eine EP mit schram­me­li­gem Psy­che­de­lic-Pop auf­ge­nom­men, aber mit sei­nem neu­es­ten Lang­spie­ler meint er es ganz offen­sicht­lich ernst.

Die char­mante Lo-Fi Home­re­cord­ing-Ästhe­tik ist einem wuch­ti­gen Klang­kos­tüm gewi­chen, das die neuen Songs eher an die bei­den Hung Toys-Plat­ten oder an seine alte Band erin­nern lässt; ein heut­zu­tage sel­ten gewor­de­ner Sound aus kräf­tig rocken­dem Indie-​/​Alternative Rock, ver­mischt mit der Melo­diö­si­tät kon­tem­po­rä­rer Krach­bands á la Wav­ves, Cali­for­nia X oder Happy Diving und ver­edelt durch gele­gent­li­che Anklänge an den psy­che­de­li­schen Power­pop der Soft Boys.

Aber die größte Stärke die­ser neun Songs liegt in den sou­ve­rä­nen, abso­lut tadel­lo­sen Song­wri­ting-Qua­li­tä­ten von Kelly John­son begrün­det und einem durch­weg exzel­len­ten Gespür für mit­rei­ßende Melo­dien. Eigent­lich ist hier jeder Song ein Voll­tref­fer. Eine wahn­sin­nig starke Platte und mög­li­cher­weise die beste Ver­öf­fent­li­chung aus die­sem spe­zi­el­len Genre-Spek­trum, die mir die­ses Jahr unter­ge­kom­men ist.



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Pinkbatts – BLACK to COMM Session 020417

Pinkbatts - BLACK to COMM Session 020417

Da hab ich letzte Woche noch den Wunsch nach etwas bes­ser klin­gen­den Auf­nah­men der Band aus Syd­ney geäu­ßert und der geht dann auch noch prompt in Erfül­lung. Und zwar in Form einer Live-im-Stu­dio-Ses­sion für Black Wire Records. Die bestä­tigt den guten Ein­druck, den die LoFi-mäßige erste (Live-)EP bei mir gemacht hat. Ganz exzel­len­tes Zeug ist das näm­lich. Immer auf­pas­sen, was man sich wünscht. Dies­mal ist es noch gut aus­ge­gan­gen.

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Pinkbatts – Marrickville Bowling Club

Pinkbatts - Marrickville Bowling Club

Das erste Lebens­zei­chen die­ser Band aus Syd­ney kommt in der Form eines Lo-Fi-mäßi­gen Mit­schnitts aus der titel­ge­ben­den Loca­tion. Der macht mit sei­ner wun­der­bar unge­wa­sche­nen Mischung aus Noise, Sludge und (Post-)Punk schon ganz schön neu­gie­rig und lässt hof­fen, dass wir das Mate­rial in naher Zukunft auch mal in etwas höher­wer­ti­gen Record­ings zu hören bekom­men.


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Nice Guys & Black Beach – Split 7″

Nice Guys & Black Beach - Split 7"

Auf die­ser schi­cken Split­scheibe ver­sam­meln sich zwei Bands aus Bos­ton und Midd­le­boro, Mas­sa­chu­setts, die sich beide irgend­wie in Span­nungs­feld von Noise Rock und Post­punk bewe­gen. Gerade Nice Guys, die mich bis­her nie so wirk­lich zu begeis­tern ver­moch­ten, lie­fern hier ihr bis dato stärks­tes Mate­rial ab, in Form von vier kur­zen, zupa­cken­den Song-Frag­men­ten.


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