Death Traps – Death Traps

Death Traps - Death Traps

Eine aus­ge­spro­chen viel­ver­spre­chende EP hat die Lon­do­ner Band Death Traps da vor­ge­legt. Irgendwo im Umfeld von spät-80er Indie­rock, Post­punk und -core ange­sie­delt, erin­nert mich ihr Sound abwech­selnd mal an Mis­sion Of Burma, 80er Sonic Youth oder Moving Tar­gets, aber auch an jün­gere Ver­tre­ter des Post­punk-Gen­res, ohne dass mir da spon­tan ein expli­zi­ter, tref­fen­der Ver­gleich ein­fiele.

ViewMaster – Alternative Classics

ViewMaster - Alternative Classics

Wow Bob, wow. Auf ein­mal lag ganz unschein­bar der Link zu die­sem von vorne bis hin­ten gei­len Tape zwi­schen den Emails von „Band die glaubt nach einer viel bes­se­ren Band zu klin­gen“ und „Band die ver­sucht dem Indie-Trend der Stunde zu ent­spre­chen“. Es sind Ein­rei­chun­gen wie diese, für die es sich den­noch lohnt, sich der Masse an völ­lig fehl­ge­lei­te­ten Prom­o­an­fra­gen aus­zu­set­zen.

View­Mas­ter kom­men aus Van­cou­ver und alle Band­mit­glie­der spie­len oder spiel­ten bereits in diver­sen loka­len Kapel­len, von denen mir bis­her keine ein­zige bekannt war. Vor gut andert­halb Jah­ren erst gegrün­det, kann das Trio schon einen gänz­lich aus­ge­reif­ten Sound und tadel­lo­ses Song­ma­te­rial vor­wei­sen (wer selbst nach­voll­zie­hen will, wie krass und rapide sich ihre Musik ent­wi­ckelt hat, kann ja mal in ihr altes Demo rein­hö­ren…). Darin trifft vor­züg­lich drü­cken­der Sonic Youth-Noise auf eine Ver­schmel­zung von früh-90er Indie-/Al­ter­na­tive Rock und Shoegaze, wie man sie einst­mals von Swer­ve­d­ri­ver oder frü­hen Cathe­rine Wheel zu hören bekam. Hinzu kom­men noch deut­li­che Post­punk-Ein­flüsse und das alles stützt sich auf aus­nahms­los starke, fast schon kri­mi­nell grif­fige Songs. In der Gegen­wart kann man außer­dem eine ent­fernte Ver­wandt­schaft zu Bands wie etwa Die! Die! Die!, Piles, Fist City oder Never Young fest­stel­len.


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Washer – All Aboard

Washer - All Aboard

Die New Yor­ker Band macht ja schon seit eini­gen Jah­ren von sich reden. Zuerst durch zwei starke Split EPs, dann mit einem Album, dass offen­bar auch so einige Bewun­de­rer gefun­den hat. Mich hat’s aber nicht so rich­tig vom Hocker geris­sen, das ganze machte auf mich einen ins­ge­samt doch recht unaus­ge­go­re­nen Ein­druck. Ihr zwei­ter Lang­spie­ler – wie gewohnt auf Explo­ding in Sound erschie­nen – macht mir wie­der deut­lich mehr Spaß. Ihre Songs und Arran­ge­ments kom­men hier deut­lich fokus­sier­ter und auf­ge­räum­ter rüber, haben sich aber alles bewahrt was ursprüng­lich den Charme die­ser Band aus­machte. Nach wie vor weckt ihre Spiel­art zeit­lo­sen Indie­rocks Asso­zia­tio­nen zu den Klas­si­kern von Archers Of Loaf, Sebadoh oder Super­chunk; aber eigent­lich noch mehr zu aktu­el­le­ren Bands wie Her­metic, Grass Is Green und Pile.



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Truth Club – Interest Meeting

Truth Club - Interest Meeting

Star­kes Teil, die Debüt EP von Truth Club aus Ral­eigh, North Caro­lina. Indie­rock der alten Schule mit einem klei­nen Sprit­zer Post­core, der seine Wur­zeln klar in den 90ern und frü­hen 00ern hat. Etwa so als trä­fen die ver­schwur­bel­ten Struk­tu­ren von Far­aquet oder Medi­ca­ti­ons auf die melo­di­schen Sla­cker­hym­nen von Archers Of Loaf, Pave­ment oder frü­hen Modest Mouse. Aktu­ell könnte man es auch als eine gering­fü­gig freund­li­cher klin­gende, weni­ger Noise-las­tige Ver­sion von Pile beschrei­ben.

Flemmings – Heads And Tails

Flemmings - Heads And Tails

Die Band aus Lon­don setzt auf ihrer drit­ten EP den Trend fort, mit jeder Ver­öf­fent­li­chung etwas lau­ter zu wer­den. Fuzz Punk und Noise Pop gibt’s dar­auf zu hören, der einer­seits an jün­gere Bands wie Play­longue, Ter­ro­rista, Solids oder die erste Milk Music EP erin­nert, aber auch Anklänge an Klas­si­ker von Hüs­ker Dü, Sonic Youth oder Dino­saur Jr erken­nen lässt.


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Pardoner – Uncontrollable Salvation

Pardoner - Uncontrollable Salvation

Meine Fresse, was ist denn diese Woche los? Mit dem Debüt­al­bum von Par­do­ner aus San Fran­cisco ist auch schon wie­der die nächste Ham­mer­platte am Start. Den eigen­wil­li­gen Lärm, der einem dar­auf ent­ge­genn springt, könnte man als eine Ver­schmel­zung vom Indie Rock und Post­core der alten 90er Schule, Noise Pop und Fuzz­punk beschrei­ben, ange­rei­chert um deut­li­che Spu­ren von Post Punk und Shoegaze. Selbst geben die Jungs Polvo als ihren wich­tigs­ten Ein­fluss an und das ist auch nicht ganz von der Hand zu wei­sen. Ich denke dabei aber eher an jün­gere Bands wie Ovlov, Happy Diving, Never Young und The Goto­beds; außer­dem finde ich Anklänge an Swer­ve­d­ri­ver und ein klei­nes biss­chen Slint wie­der. Aber allen Ver­glei­chen zum Trotz muss man ihnen doch zuge­ste­hen, ihre durch­aus eigene Nische gefun­den zu haben. Und das Song­ma­te­rial: Durch­weg hoch­wer­tig. Eine von Anfang bis Ende saustarke Platte, die sich kei­nen ein­zi­gen Fehl­tritt leis­tet.



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Landlines – Landlines

Landlines - Landlines

2017 war bis­lang schon ein aus­ge­zeich­ne­tes Jahr für Freunde hoch­wer­ti­gen Power­pops, in dem unter ande­rem Ver­öf­fent­li­chun­gen von Big Huge, The Love­birds, Radioac­tivity, 31Ø8, Sheer Mag oder Lost Bal­loons einen blei­ben­den Ein­druck hin­ter­las­sen haben. Und diese Auf­zäh­lung kratzt nur an der Ober­flä­che.

Hier ist eine wei­tere Platte von beein­dru­cken­der Qua­li­tät. Land­li­nes kom­men aus Port­land und zu ihrer Beset­zung zäh­len sich Mit­glie­der der von mir hoch­ge­schätz­ten Woo­len Men und von den ebenso tol­len Lithics; die Musik auf ihrem aktu­el­len Lang­spie­ler klingt davon wohl eher nach erst­ge­nann­ter Band. Zu hören gibt es also gran­dio­sen Power­pop und Indie­rock, der z.B. The Clean, Pave­ment oder The Soft Boys in Erin­ne­rung ruft, mit detail­ver­lieb­ten, aus­ge­feil­ten Arran­ge­ments und der mit­rei­ßen­den Dar­bie­tung eines gut geöl­ten Powert­rios. Aber das eigent­li­che Herz die­ses durch­weg gol­di­gen Albums ist das bril­li­ante Song­wri­ting, das schein­bar mühe­los und aus­ge­spro­chen tritt­si­cher durch einen nicht enden wol­len­den Strom von ein­präg­sa­men Sät­zen, Hooks und Melo­dien glänzt.



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Fornet – Fornet

Fornet - Fornet

Ein sehr schö­nes Debüt-Tape hat die Band aus dem bel­gi­schen Städt­chen Breee da raus­ge­hauen. Wand­lungs­fä­hi­ger Krach, der sich ganz schön selbst­be­wusst irgendwo zwi­schen den Eck­punk­ten von kräf­tig zubei­ßen­dem Post Punk und Noise Rock, kan­ti­gem Indie­rock und einem gele­gent­li­chem Hauch von Psy­che­de­lia aus­tobt.


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Genius – 별바다 (Sea Of Stars)

Genius - 별바다 (Sea Of Stars)

Süd­ko­rea kam hier noch nicht vor, oder? Darf ich vor­stel­len: Die korea­ni­schen Pave­ment! Na ja, nicht hun­dert­pro­zen­tig; man kann auch Par­al­le­len zu spä­ten Pixies oder aktu­el­len Power­pop­pern á la Zebra Hunt zie­hen, außer­dem sind ab und zu Anklänge an Surf- und Psy­che­de­lic Pop wahr­nehm­bar. Unter’m Strich ist es ein­fach wun­der­bar dem Zeit­geist trot­zen­der, abge­han­ge­ner Indie­rock mit einer stark melan­cho­li­schen bis ver­träum­ten Note, den das Trio aus Busan auf sei­nem bereits vier­ten Album von sich gibt. Lyrics in wir­rem nahezu-Eng­lisch, für so was hab ich eh ’ne Schwä­che. Gleich­zei­tig wünschte ich, Gitar­rist und Sän­ger Kim Ildu würde mehr Songs in sei­ner Lan­des­spra­che sin­gen, das klingt näm­lich ver­dammt gut. Über­haupt ist es schwer, sich dem ver­schro­be­nen Charme die­ser Platte zu ent­zie­hen.



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Guilt Mountain – Rare Energy

Guilt Mountain - Rare Energy

Bei Rare Energy aus dem Dörf­chen New Paltz im Bun­des­staat New York han­delt es sich um ein Pro­jekt von Kate Lar­son, die nach zwei noch recht unaus­ge­reif­ten Solo­plat­ten hier zum ers­ten mal in vol­ler Band­be­set­zung antritt. Das Resul­tat ist old­schoo­li­ger, melo­di­scher bis ver­träum­ter Indie­rock im Geist der spä­ten 90er und frü­hen 00er Jahre. Kann sich sehen las­sen.