Plax – Clean Feeling

Plax - Clean Feeling

Plax kom­men aus Aus­tin, Texas und bestehen unter ande­rem aus Mit­glie­dern von OBN III’s und Spray Paint. Beson­ders die Erwäh­nung letz­te­rer Band lässt mich natür­lich sofort auf­hor­chen, aber mit so einem ver­dammt per­fek­ten, unbän­di­gen Biest von einer Platte hatte ich dann doch nicht gerech­net. Das ist ein erst­klas­sig Ärsche tre­ten­des Gemisch aus Punk, Noise und Fuzz, das mal an den ener­gi­schen Garage Punk von Ex Cult, Ura­nium Club oder frü­hen Tyvek erin­nert, an den räu­di­gen Post­punk von Insti­tute oder den gna­den­lo­sen Vor­wärts­drang der Hot Snakes. Die ganze Platte ist ein ein­zi­ges Ener­gie­bün­del.



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Big Huge – Cruel World

Big Huge - Cruel World

Und gleich noch mal aus­ge­zeich­ne­ter Power Pop, dies­mal aus dem guten Hause des seit jeher abso­lut geschmacks­si­che­ren Mann­hei­mer Labels Erste Theke Ton­trä­ger, das den ers­ten Lang­spie­ler der New Yor­ker Band hier­zu­lande unter die Leute bringt (am ande­ren Ende der Welt zeich­net sich Don Gio­vanni ver­ant­wort­lich).

Um vor­weg mal den Ele­fan­ten im Zim­mer beim Namen zu nen­nen: Das klingt ziem­lich nach Sheer Mag. Wenn auch nach einer etwas gara­gen­las­ti­ge­ren Vari­ante davon. Sogar die Vocals von Daniel Regel­ski wei­sen starke Ähn­lich­kei­ten zur Sheer Mag-Voka­lis­tin Tina Hall­a­day auf. Das ist aber auch alles kein Pro­blem. Es ist ja nicht gerade so, dass die Welt jetzt von Hard- und Sou­thern Rock-beein­fluss­ten Punk­bands überw­schwemmt wird. Und auf­grund des durch­weg star­ken Song­ma­te­ri­als ver­mag die Platte auch pro­blem­los auf eige­nen Füßen zu ste­hen.

In einer über­wie­gend von musi­ka­li­scher Sta­gna­tion und Retro­wel­len gepräg­ten Zeit begrüße ich doch jede uner­war­tete Erwei­te­rung des Punk-Voka­bu­lars. Viel­leicht kom­men in naher Zukunft ja ein paar gelang­weilte Kids mit einer ganz ande­ren, neuen Form von ange­piss­tem Lärm daher, über den wir alte Leute dann die Nase rümp­fen kön­nen. Bis­lang lässt die Revo­lu­tion jedoch auf sich war­ten und für den Moment emp­finde ich auch die Erschlie­ßung einer bis­lang als voll­kom­men Punk-inkom­pa­ti­bel ange­se­he­nen Ver­gan­gen­heit als eine will­kom­mene Berei­che­rung.



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Neo Neos – The Hammer of Civilization 7″ /​ Sailer Suit And Machine Gun

Neo Neos - The Hammer of Civilization 7" / Sailer Suit And Machine Gun
Neo Neos - The Hammer of Civilization 7" / Sailer Suit And Machine Gun

Das auge­fuck­teste und lieb­ge­won­nenste aller unge­wa­sche­nen DIY-Gara­gen­pro­jekte aus Min­nea­po­lis hat nach einer uner­träg­li­chen Pause (meine Fresse, es sind sicher schon Wochen ver­gan­gen…) zwei neue Kurz­spie­ler anzu­bie­ten, einer davon ist als 7″ auf It’s Trash Records erschie­nen. Hört unbe­dingt mal in die gleich­na­mige Radio­show von Jesse rein! Beide EPs ver­wöh­nen mal wie­der mit dem erwar­tungs­ge­mäß kru­den Garage Punk, dem offen­sicht­lich alles am Arsch vor­bei geht.



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Spodee Boy – Red State

Spodee Boy - Red State

Das Solo­pro­jekt eines gewis­sen Con­nor Cumm­ins aus Nash­ville beschert auf die­sem Tape abge­fuck­ten Garage Punk in bes­ter Lo-Fi Home­re­cord­ing-Ästhe­tik. Das klingt mal nach einer ultra-dre­cki­gen Vari­ante von The UV Race, in ande­ren Momen­ten reicht das Zeug sehr nah an den WTF-Gehalt einer durch­schnitt­li­chen Neo Neos-Ver­öf­fent­li­chung heran.


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The Cowboy – The Cowboy Album

The Cowboy - The Cowboy Album

The Cow­boy kom­men aus Cleve­land und bestehen aus Mit­glie­dern von Homos­tu­pids und Plea­sure Lef­tists. Das ver­spricht ja schon von vor­ne­her­ein gut zu wer­den und das Ergeb­nis löst das Ver­spre­chen auch ganz pro­blem­los ein. Das ist schön druck­vol­ler aber auch ordent­lich ver­schro­be­ner Gara­ge­punk mit sub­ti­len, dis­so­nan­ten Noise-Tex­tu­ren, der hin und wie­der an Bands wie Ura­nium Club, Beast Fiend, Ex Cult oder Advlts erin­nert.



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C57BL/​6 – Cell Degenerate

C57BL/6 - Cell Degenerate

Einen abso­lut tadel­lo­sen Mix aus Garage- und Synth-​/​Elektropunk gibt’s auf der zwei­ten EP der Labor­mäuse aus Los Ange­les zu bewun­dern. Aus­mu­te­ants tref­fen auf elek­tri­fi­zierte Gara­gen­bands wie etwa S.B.F., Race Car oder Pro­cess Of Eli­mi­na­tion und etwas kru­dere Ver­wandt­schaft á la Dro­ids Blood und Won­der Bread. Geht klar, das.


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Honey – Demo

Honey - Demo

Nicht ver­wech­seln mit der gleich­a­mi­gen New Yor­ker Gara­gen­band, deren neues Album bald auf Wharf Cat erscheint. Nee, diese Band kommt aus dem kana­di­schen Win­ni­peg und auf ihrem Demo geht es ein gan­zes Stück roher und rudi­men­tä­rer zu mit einem Sound, der zur einen Hälfte aus Garage Punk, zur ande­ren aus sehr old­schoo­li­gem Hard­core-Gedöns besteht.


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Reality Group – Dog Fries Mouse Hat

Reality Group - Dog Fries Mouse Hat

Nach einem äußerst appe­tit­an­re­gen­den Demo im letz­tem Herbst legen Rea­lity Group aus Win­ni­peg, Kanada jetzt eine neue EP nach, die locker das beacht­li­che Qua­li­täts­ni­veau des Demos fort­setzt. Zu hören gibt’s fünf wei­tere Gara­ge­punk-Per­len mit Spu­ren von Post­punk und ein paar klei­nen Über­ra­schun­gen. Das macht auf den ers­ten Blick ledig­lich den Ein­druck von soli­der Haus­manns­kost. Die Grund­zu­ta­ten sind alt­be­kannt. Hat man aber erst mal ange­bis­sen, ent­fal­tet sich eine uner­war­tete Geschmacks­ex­plo­sion.


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Andy Human and the Reptoids – Refrigerator 7″ /​ Sarcastic 7″

Andy Human and the Reptoids - Refrigerator 7" / Sarcastic 7"
Andy Human and the Reptoids - Refrigerator 7" / Sarcastic 7"

Nicht nur haben die Punks aus Oak­land eine neue 7″ auf Total Punk raus. Auch ein wei­te­rer Kurz­spie­ler, der letz­tes Jahr auf Good­bye Boozy Records erschien, ist jetzt end­lich via Band­camp digi­tal zu bekom­men. Und zwar beide zu ziem­li­chen Schwei­ne­prei­sen. Das muss so ein­fach mal gesagt wer­den. Nicht das erste mal in letz­ter Zeit. Wird das jetzt nor­mal auf Band­camp?
Naja, jeden­falls lie­fern sie hier die gewohnt hohe Qua­li­tät ab mit ihrem strai­gh­ten Rock’n’Roll, der kon­stant auf der Schwelle zwi­schen Garage- und Post­punk balan­ciert und auch etwas 77er Spi­rit ver­sprüht.


Midwives – No

Midwives - No

Das zweite und letzte Album der Band aus Mil­wau­kee. Das Ganze kommt etwas run­der rüber als auf dem schon sehr schi­cken Vor­gän­ger, musi­ka­lisch han­delt es sich aber nach wie vor um einen recht frag­men­tier­ten Bas­tard, die sich irgendwo zwi­schen den Stüh­len von Post­core, Noi­se­rock, Garage- und Hard­core­punk aus­tobt.



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