Side Thing – Worse Together

Side Thing - Worse Together

Auf der zwei­ten EP die­ser Band aus Los Ange­les gibt’s Garage-​/​Fuzzpunk mit ver­ein­zel­ten Post­punk-Anlei­hen und hohem Spaß­fak­tor auf die Ohren. Ich fühle mich ein wenig an die aus­tra­li­schen Kol­le­gen Dumb Punts erin­nert.


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Big M & Burp! – Split Cassingle

Big M & Burp! - Split Cassingle

Nicht mehr so ganz neu ist diese aus­ge­zeich­nete Split-Cas­sin­gle auf Kil­ler Tofu Records, eine wasch­echte Mogel­pa­ckung. Denn Big M ist in Wirk­lich­keit nur ein wei­te­res Alias, unter dem die Typen von Burp! ope­rie­ren. Unter letz­te­rem Namen lie­fern die hier strai­gh­ten, ener­gie­ge­la­de­nen Fuzz- und Gara­ge­punk ab, als Big M dann etwas ähn­li­ches, ergänzt um gewisse Noiserock/​Grunge-​Anleihen.

Street Eaters – The Envoy

Street Eaters - The Envoy

Das Punk­duo aus Ber­ke­ley ist zurück mit ihrem drit­ten Album und einem geschärf­tem Sinn für hoch­ef­fi­zi­ente Riffs, die sie hier mal wie­der sou­ve­rän aus dem Ärmel schüt­teln als wär nix dabei. Über­haupt haben die sich Street Eaters irgend­wie ihre eigene kleine Nische geschaf­fen mit ihrem recht eigen­wil­li­gen Mix aus (Post-)Punk, ton­nen­weise Fuzz und einem klei­nen Sprit­zer Stoner-Gedöns.



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The Loyalists – Ride the Trashheap of Sound

The Loyalists - Ride the Trashheap of Sound

The Loya­lists aus Oak­land und ihre ange­blueste Spiel­art von Noi­se­rock zei­gen sich auf ihrem zwei­ten Album ein gan­zes Stück gereift, wenn sich die musi­ka­li­schen Koor­di­na­ten auch nicht allzu sehr ver­scho­ben haben. Wie schon auf dem Debüt wech­seln sich hier ener­gi­sche Fuzz­punk­num­mern mit etwas zäh­flüs­si­ge­ren, gering­fü­gig Doom- und Sludge-infi­zier­ten Stü­cken ab.



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Nag – Dayglow ​/​ ​Motorcycle Blue /​ Blood

Nag - Dayglow ​/ ​Motorcycle Blue / Blood

Nag aus Atlanta fie­len letz­tes Jahr schon mit ihrem schön abge­fuck­ten Debüt-Tape auf. Die­ses Jahr haben sie wohl auch schon eine 7″ auf Total Punk raus­ge­hauen, die ich bis­her irgend­wie über­se­hen hab. Ihr neu­es­ter Kurz­spie­ler, digi­tal und als Tape oder Lathe Cut via Chun­klet Indus­tries zu bekom­men, deckt in gerade mal drei Songs eine Band­breite von etwas schrä­gem, gara­gi­gem Hard­core­punk, über derbe noise-las­ti­gen Post­punk bis hin zu erstaun­lich melo­di­schem Fuzz­punk ab.

Uffizi – Nous Sommes Riches

Uffizi - Nous Sommes Riches

Auf die­sem schon was älte­ren Demo einer Band aus Oak­land kann man eine eine stim­mige Mischung aus ziem­lich Noise- und Fuzz-las­ti­gem Post- und Gara­ge­punk bestau­nen.


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Perdidos – La gente esta madita

Perdidos - La gente esta madita

Kom­pro­miss­los vor­wärts dre­schen­des, simp­les Post- und Fuzz­punk-Gedöns von hoher Inten­si­tät gibt’s auf dem Debüt-Tape die­ser Krach­ka­pelle aus Dal­las zu hören.


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Pink Film – Pink Film

Pink Film - Pink Film

Juhu, ein Anlass zum Klug­schei­ßen!
Pink Film (Pinku Eiga) ist ers­tens ein japa­ni­sches Film­genre, das seine Anfänge in den 60er Jah­ren hatte und eine für unser west­li­ches Ver­ständ­nis etwas unwahr­schein­li­che Ver­schmel­zung von Art­house-Kino und Soft­core-Ero­tik­film dar­stellt. Viele Filme der frü­hen Phase die­ses Gen­res gel­ten heute als klei­nere Klas­si­ker, ganz beson­ders einige Strei­fen vom Genre-Pio­nier Kōji Waka­matsu. Der Erfolg die­ser unab­hän­gig pro­du­zier­ten Filme hin­ter­ließ ab den 70ern auch seine Spu­ren in den Pro­duk­tio­nen der gro­ßen Stu­dios, ins­be­son­dere wäre da das Pinky Vio­lence Sub­genre der Toei-Stu­dios zu nen­nen, außer­dem pro­du­zier­ten die Nik­katsu Stu­dios ab 1971 bis tief in die 80er hin­ein aus­schließ­lich soge­nannte Roman Porno Filme. In den letz­ten Jahr­zehn­ten hat das Genre sehr an Bedeu­tung ver­lo­ren, hält sich aber wacker mit immer gerin­ger wer­den­den Pro­duk­ti­ons­bud­gets über Was­ser.

Zwei­tens ist Pink die Farbe, die alle vor ca. 1983 auf Kodak East­man­co­lor und ähn­li­chem Film­ma­te­rial (Fuji­co­lor, Agfa­co­lor, etc.) aus­be­lich­te­ten Film­po­si­tive inzwi­schen ange­nom­men haben. Nicht nur ver­blasst alter East­man­co­lor sehr schnell, son­dern die Blau- und Grün-Anteile der Film­emul­sion ver­blei­chen außer­dem schnel­ler als das rest­li­che Farb­spek­trum. Das Resul­tat ist die röt­li­che bis pinke Fär­bung alter Film­ko­pien. Nega­tive sind ebenso betrof­fen, bekom­men eine stark bläu­li­che Tönung. Das Phä­no­men ist einer der Haupt­gründe (der andere ist vor allem die che­mi­sche Insta­bi­li­tät der Nitrat­filme, die vor den 1950ern zum Ein­satz kamen), warum Film­re­stau­ra­tion in den ver­gan­ge­nen Jah­ren so ein gro­ßes Thema ist. 1983 führte Kodak den LPP (Low Fade Posi­tive Print) Film ein, daher sind jün­gere Film­ko­pien weni­ger stark betrof­fen.

Drit­tens ist Pink Film der Name einer Band aus Washing­ton. Die haben gerade ihre Debüt-EP raus und gefal­len dar­auf mit ver­schro­be­nem, noisy-schram­me­li­gem Indie­rock und Fuzzpop/​-​punk, dem man einen aus­ge­präg­ten Ohr­wurm­fak­tor beschei­ni­gen muss.



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Feature – Banishing Ritual

Feature - Banishing Ritual

Drei Jahre nach der exzel­len­ten Split 7″ mit Slow­coa­ches ist jetzt das Lang­spiel­de­büt des Lon­do­ner Trios (unter ande­rem ist hier Jen Cal­leja von Sauna Youth am Werk) zu bekom­men. Und das Teil weiß sehr zu gefal­len mit sei­nem son­ni­gem Fuzzpunk/​Noisepop und kan­tig-gara­gi­gem Post­punk, dem die gekonn­ten Gesangs­har­mo­nien eine beson­dere Ele­ganz ver­lei­hen.



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