Buck Gooter – 100 Bells

Buck Gooter - 100 Bells

Das Duo aus Har­r­i­son­burg, Vir­gi­nia pumpt schon seit einer guten Dekade sei­nen mini­ma­lis­ti­schen Gara­gen­blues in den Äther und auch auf ihrer X-ten Platte machen sie’s einem nicht so ein­fach, musi­ka­li­schen Sinn aus den fra­gi­len Song­kon­struk­ten zu zie­hen, die eigent­lich beim ers­ten Wind­hauch in sich zusam­men­fal­len müss­ten und schein­bar aus purem Trotz der Schwer­kraft stand­hal­ten. Das ruft Erin­ne­run­gen an Feed­time, frühe Royal Trux und Half Japa­nese wach, außer­dem bekom­men jene abs­trakt-pri­mi­ti­ven Machen­schaf­ten hier noch einen ordent­li­chen Big Black-Ein­lauf ver­passt, aber deren Rhyth­mus-Sklave Roland hatte offen­bar auch einen sehr, sehr schlech­ten Tag.



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The Vacant Lots – Endless Night

The Vacant Lots - Endless Night

Das letzte Album Divide des New Yor­ker Duos ver­mochte mich nicht so recht zu begeis­tern, das neue dafür umso mehr. Ihre mini­ma­lis­ti­schen Son­gent­würfe aus erdi­gem Blues, pul­sie­ren­dem Elek­tro-/Syn­th­pop, etwas Psy­che­de­lia und einem offen­sicht­li­chen Bewusst­sein für die New Yor­ker Pro­to­punk- und Art­rock-Ver­gan­gen­heit kom­men auf End­less Night deut­lich grif­fi­ger rüber als auf dem Vor­gän­ger. Wenn dann im Raus­schmei­ßer Sui­cide Note noch Suicide’s Alan Vega das Mikro ergreift und sich ein­drucks­voll durch einen krau­ti­gen Blues Jam growlt, schließt sich der Kreis.



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Feedtime – Gas

Feedtime - Gas

Wow, mit den Aus­tra­li­ern hatte ich echt nicht mehr gerech­net, als aus dem guten Hause In The Red Records die Ankün­di­gung zu die­ser Platte rein kam. Fast vier­zig Jahre ist die Band­grün­dung her, zwei mal haben sie sich schon auf­ge­löst. Und jetzt haben sich die alten Män­ner, gute zehn Jahre nach ihrem letz­ten Album, noch mal uner­war­tet zusam­men­ge­rauft (naja, genau genom­men spie­len sie schon seit 2011 wie­der zusam­men) und besche­ren uns ein Album, das genau so klingt wie jedes andere Feed­time Album davor auch geklun­gen hat. Und das meine ich abso­lut posi­tiv, denn mit ihrer voll­kom­men sin­gu­lä­ren Vision von pri­mi­ti­vem, mini­ma­lis­ti­schem Rock’n’Roll, der sich zu glei­chen Tei­len aus Blues, Punk und diver­sen Furz­ge­räu­schen speist, ste­hen sie bis heute ziem­lich alleine da. Klar hat ihr Sound viele Bands beein­flusst, von denen einige dann auch ziem­lich gro­ßen Erfolg hat­ten. Ihre Musik hat deut­li­che Spu­ren in frü­hem Grunge und spä­te­ren Gene­ra­tio­nen von Garage Punk und Noise Rock hin­ter­las­sen. An die sture Kon­se­quenz des Ori­gi­nals kam aber bis­her kei­ner ran. Feed­time selbst blie­ben dage­gen immer ein Geheim­tip für schmerz­freie Gemü­ter. Daher gilt auch hier: Was auf so voll­kom­mene Art und Weise kaputt ist, darf um Him­mels wil­len nicht repa­riert wer­den.

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Lady Banana – Wall Of Cheese

Lady Banana - Wall Of Cheese

Die­ses Trio aus Göte­burg spielt explo­si­ven, Blues-Infi­zier­ten Gara­gen­punk, der seine Spreng­la­dun­gen in treff­si­che­ren, kom­pak­ten 90-Sekun­den-Häpp­chen abwirft. Ein Fest für Freunde von gänz­lich unsub­ti­lem Rock’n’Roll á la Pam­pers oder Feed­time. Auch die Cover­ver­sio­nen von Vel­vet Under­ground und Hüs­ker Dü sind ganz exzel­len­tes Zeugs.



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Sound Ceremony – Guitar Star

Sound Ceremony - Guitar Star

Groß­ar­tige Wie­der­ver­öf­fent­li­chung eines eher obsku­ren Pro­to­punk-Klas­si­kers auf One Kind Favor. Unter dem namen Sound Cere­mony ver­öf­fent­lichte der Lon­do­ner Ron War­ren Gan­der­ton in den spä­ten 70ern drei Alben, unter ande­rem sol­len Mit­glie­der von Sub­way Sect und Pre­ten­ders an den Auf­nah­men mit­ge­wirkt haben. Das Debüt von 1978 ist seit­dem zum ers­ten mal wie­der offi­zi­ell erhält­lich und wird Freunde von fuz­zi­gem, blues­ge­tränk­tem Out­si­der-Rock ent­zü­cken. Das steht mit einem Fuß im 70er Art­rock, mit dem ande­ren im den Punk-Pro­to­ty­pen á la Modern Lovers und etwas 60s Pych-/Ga­ra­gen­rock hat auch seine Spu­ren hin­ter­las­sen.

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Dirty River – Dirty River

Dirty River - Dirty River
Flee­ting Youth Records haben mal wie­der eine kleine Perle aus­ge­gra­ben in Form des Debüt­al­bums einer Band aus dem Kaff Rhine­beck im Bun­des­staat New York, dem sie jetzt zu einem Kaset­ten­re­lease ver­hel­fen. Die Jungs spie­len abso­lut mini­ma­lis­ti­schen Gara­gen­blues, zu dem Sän­ger und Gitar­rist For­rest Hacken­brock über die Sinn­lo­sig­keit sei­nes Lebens schwa­dro­niert. Über ver­passte Gele­gen­hei­ten, die Flucht in schnel­len Sex und wei­che Dro­gen, über das ver­strei­chen der Zeit und den Ver­such, die­ses Leben irgend­wie sei­nem Umfeld gegen­über zu recht­fer­ti­gen. Ken­nen wir doch alle irgend­wie…

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