White Suns – Totem

White Suns - Totem

Und noch eine tolle Platte, schon im März erschie­nen, die ich bis­her über­se­hen habe. Die Band aus New York erzeugt expe­ri­men­tel­len Noise in Rein­form, der es ganz und gar auf Über­wäl­ti­gung des Hörers anlegt und damit durch­aus Erfolg hat, dank des Ein­falls­reich­tums und der Unvor­her­seh­bar­keit die jeder Sekunde des Albums inne­wohnt. Sel­ten sind vier­zig Minu­ten gebän­dig­tes Chaos so unter­halt­sam wie auf die­sem Mach­werk.


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Manateees – Sit n Spin

Manateees - Sit n Spin

Eine dre­ckige kleine Gara­gen­punk-Perle von einem Trio aus Mem­phis, die mir im Herbst irgend­wie durch die Lap­pen gegan­gen ist. Größ­ten­teils strai­ght und ein­gän­gig, aber immer auch mit einer gewis­sen Schief­lage ver­se­hen klingt das für mich z.B. etwas nach Aban­dos mit noch mehr Rotz, gefil­tert durch die kan­tige Ästhe­tik der Useless Eaters und die grenz­de­bile Pri­mi­tiv-Lyrik von Strange Attrac­tor.


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The Cats – Relax On Everyone

The Cats - Relax On Everyone

Das zweite Album der Cats aus Phil­adel­phia weist, nicht nur in sei­ner wech­sel­haf­ten Lo-Fide­li­tät, starke Ähn­lich­kei­ten zu Gui­ded By Voices in ihrer bes­ten Phase auf. Das wäre an sich noch nicht so span­nend, aber die Tref­fer­quote auf die­ser natur­ge­mäß etwas zer­fah­re­nen Platte braucht sich hin­ter ihren Vor­bil­dern auch nicht zu ver­ste­cken. Gut um den Win­ter­blues kurz­fris­tig zu ver­trei­ben, wenn die bun­ten Pil­len nicht wir­ken wol­len.



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Beekeepers – Demos

Beekeepers - Demos

Extra räu­di­ger, unge­wa­sche­ner Garage-​/​Noisepunk aus Oak­land. Freunde von Eddy Cur­rent Sup­pres­sion Ring, Soup­cans oder Lumpy and the Dum­pers wer­den sich sofort zuhause füh­len. Plus­punkte für den geis­tes­ge­stör­ten Gesang, der so tief im Mix ver­gra­ben ist, dass man ihn super mit eige­nen Inhal­ten fül­len kann um sich laut­stark über’s Wet­ter, Plas­tik­bier, Gehalts­ab­rech­nun­gen oder zu teure Nut­ten zu beschwe­ren.


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Black Planet – Female Hysteria

Black Planet - Female Hysteria

Die­ses Trio aus Cin­cin­nati fabri­ziert aus­ge­zeich­net abge­fuz­z­ten Lärm irgendwo im Span­nungs­feld zwi­schen Gara­gen­punk, noise-las­ti­gem Post­punk und abge­han­ge­nem Fuzz­pop, der von Anfang bis Ende einen unge­zähm­ten DIY-Spi­rit ver­strömt.


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The Persian Leaps – Drive Drive Delay

The Persian Leaps - Drive Drive Delay

Ange­nehm alt­mo­di­scher Indie­rock aus Saint Paul, Min­ne­sota. Die ers­ten bei­den Songs erin­nern stark an das Solo­werk von Bob Mould, im wei­te­ren Ver­lauf der EP schei­nen aber auch deut­li­che Anklänge an die Indie-​/​Powerpop-​Szene der spä­ten Acht­zi­ger und ein wenig Shoegaze-Ver­ne­be­lung durch. So was geht schnell in die Hose, aber die Jungs haben so aus­ge­zeich­nete Songs am Start, dass selbst der gera­dezu Sta­di­on­kom­pa­ti­ble Raus­schmei­ßer Per­mis­sion ganz unpein­lich bleibt.


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Needs – Rare Earths

Needs - Rare Earths

Nicht mehr ganz so neue EP einer Band aus Van­cou­ver mit unge­stüm los­ro­cken­dem Post­core. Mög­li­che Refe­ren­zen wären z.B. Video, Piss Test, Hot Snakes oder Cri­mi­nal Code. Geht gut rein.


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Ultrathin – Ultrathin

Ultrathin - Ultrathin

Der Band­name klingt zwar etwas nach Bin­den­wer­bung, die Musik der Band aus Ottawa gibt sich aber eher sta­che­lig als saug­fä­hig. Das hat ordent­lich Wumms und bewegt sich mehr oder weni­ger auf der Schwelle von Gara­gen- und Post­punk. Das kann mal wie eine Gara­gen­ver­sion des abge­spa­ce­ten Stoner-Punks von Dest­ruc­tion Unit klin­gen. Oder mal so, als hätte man den Stoo­ges-Klas­si­ker Fun House in die frü­hen 80er gebeamt. Hier und da noch eine kleine Prise Saints oder eine Fin­ger­spitze old­schoo­li­gen Hard­core-Punk ein­ge­streut, das Resul­tat ist ein sehr kom­pak­tes Brett von einer Platte.


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Lié – Consent

Lié - Consent

Düs­te­rer und gro­ber Post­punk von einem Trio aus Van­cou­ver. Hat was von einer unge­schlif­fe­nen Mischung aus Sava­ges und White Lung, zusätz­lich mit einem gewis­sen Goth-Vibe und einer Vor­liebe für dis­so­nante Noise-Tex­tu­ren.


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Musikresteficken #12

So, noch ein­mal tief die Res­te­tonne grei­fen bevor die­ses Jahr auch end­lich mal sein Ende nimmt. Wie immer sind so einige Sachen dabei, bei denen es schon etwas weh tut, ihnen kei­nen eige­nen Post spen­diert zu haben. Aber irgendwo ist meine Zeit dann auch begrenzt und ich kann ja nicht immer nur blog­gen son­dern will auch mal ein Bier trin­ken, hun­dert Filme gucken, durch den Regen spa­zie­ren oder die Musik mal ein­fach bei aus­ge­schal­te­tem Lap­top genie­ßen. Also grab­belt mal selbst etwas rum, es lohnt sich. Hier geht’s lang →