The Wytches – Robe For Juda 7″

The Wytches - Robe For Juda 7"
Tod und Ver­der­ben trans­por­tiert diese Band aus dem bri­ti­schen Peter­bo­rough. Auf ihrem neu­es­ten Sie­ben­zöl­ler brin­gen sie zwei her­vor­ra­gende Fru­st­at­ta­cken aus Noi­se­rock mit offen­sicht­li­chen Grunge- und Gara­gen­ein­flüs­sen. Erin­nert ein wenig an alte Cho­ke­bore Plat­ten oder ans erste Ten Kens-Album, aber auch die Pixies-artige Surf­gi­tarre nimmt hier eine pro­mi­nente Stel­lung ein.
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Red Hare – Nites Of Midnite

Red Hare - Nites Of Midnite
Was geht eigent­lich heute mit Dischord? Vol.3
Das Dischord-Uni­ver­sum ist klein und von Ban­din­zest geprägt, wo man auch hin­schaut. Jedes Gespräch über diese Bands beginnt zwangs­läu­fig mit end­lo­sem Name­drop­ping, man ver­liert schnell den Über­blick, wer schon mal mit wem was genau gemacht hat. Die bekann­tes­ten Ex-Bands in die­sem Fall sind Dag Nasty, Blu­e­tip, Reti­so­nic und noch ein gan­zer Hau­fen ande­rer. Auf jeden Fall ist die Platte wie­der mal ein ange­neh­mer Flash­back in die Blü­te­zeit des DC-​Hard-​/​Postcore, der sehr schön die noch deut­lich pun­ki­gere Phase der spä­ten 80er und ihre Emo-Pro­to­ty­pen, mit dem eher ver­kopf­ten Sound der Mitt­neun­zi­ger ver­bin­det.
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Bad People – Mean Talkin‘

Bad People - Mean Talkin'
Hard­core-infi­zier­ter Gara­gen­punk aus Buf­falo, NY, genau so wie ich’s mag. Zehn stark ange­sägte, ener­gie­ge­la­dene Minu­ten Krach, reif für die Klapse.
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Tideland – Lull

Tideland - Lull
Sho­egaze-Bands gibt’s der­zeit mal wie­der wie Sand am Meer. Gute Scho­egaze-Bands muss man aber noch genau so mit der Lupe suchen wie schon vor so zehn Jah­ren, als das Genre noch nicht ins öffent­li­che Bewusst­sein zurück­ge­hypt wurde und als eher tot galt. Zu den durch­aus vor­han­de­nen hörens­wer­ten Bands ist seit­dem vor allem eine rie­sige Menge unaus­ge­reif­ter Müll hin­zu­ge­kom­men.
Tid­e­land aus Ster­ling, Vir­gi­nia sind eine von den guten Sho­ega­zer Bands. Denn sie schei­nen zu wis­sen, dass ein brav nach Gen­re­kon­ven­tio­nen model­lier­ter Sound nicht reicht, dass man letzt­end­lich jede Band – egal wel­cher Musik­rich­tung – an der Qua­li­tät des Song­wri­tings, an ihren Hooks und Arran­ge­ments und viel­leicht auch ein klei­nes biss­chen an ihren spie­le­ri­schen Fähig­kei­ten misst. Nicht an einem Image oder einer ach-so-tol­len Pro­duk­tion.
Die­ses Album ist ein per­fek­tes Bei­spiel dafür, denn Tid­e­land spie­len einen Sound der klas­si­scher kaum geht. My Bloody Valen­tine sind natür­lich als unver­meid­bare Refe­renz her­an­zu­zie­hen und ein biss­chen Swer­ve­d­ri­ver klingt durch. Dazu kom­men wei­tere Anklänge aus dem Punk- und Alter­na­tive-Umfeld der spä­ten 80er, beson­ders Dino­saur Jr. haben hier noch ein­deu­tige Spu­ren hin­ter­las­sen. Und anders als die meis­ten musi­ka­lisch ver­wand­ten Bands schaf­fen es Tid­e­land den all­ge­mei­nen Spi­rit und die trei­bende Ener­gie die­ser Ära zu trans­por­tie­ren. Das, und gute Songs. So ein­fach ist das. Höre und lerne.
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Coke Bust – Confined

Coke Bust - Confined
Voll weih­nacht­li­cher Strai­ght Edge Hard­core aus Washing­ton. Ich kann zwar den gan­zen Szene-Bull­s­hit mit sei­nen alber­nen Gra­ben­kämp­fen und dem krampf­haf­ten Abgren­zungs­wahn nicht so ab und Strai­ght Edge als Lebens­hal­tung erscheint mir heut­zu­tage eh nur noch ver­bohrt und ein­ge­fah­ren, mag es auch vor drei­ßig Jah­ren mal für eine kurze Zeit vor einem sehr spe­zi­fi­schen Kon­text etwas Sinn erge­ben haben. Wie dem auch sei, die Musik ist geil hier. Genau so muss kom­proiss­lo­ser Hard­core in der Gegen­wart klin­gen, denn ein biss­chen ehr­li­che Wut auf hohem Niveau hat das Genre in so Screamo-ver­wäs­ser­ten und Metal­core-ver­blö­de­ten Zei­ten wie die­sen schwer nötig. Und nicht zuletzt auch in einer Welt die zuneh­mend tota­li­täre Züge annimmt, was schein­bar kaum wen inter­es­siert. Daher: Schreit mal schön Jungs, damit’s auch ein paar Leute mit­krie­gen. Und schöne Fei­er­tage und so… Fresst nicht zu viel.
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Deathfix – Deathfix

Deathfix - Deathfix
Was geht eigent­lich heute mit Dischord? Vol.2
Bereits im Februar erschien die erste Platte der aktu­el­len Band von Fugazi-Drum­mer Bren­dan Canty, mit an Bord sind auch Mit­glie­der von Faraquet und Medi­ca­ti­ons. Und ich bin sehr über­rascht von dem was ich da höre, das ist mal locker die unty­pischste Dischord-Platte die ich je zu Gehör bekam. Nix mit Post-irgend­was hier, statt­des­sen wühlt sich die Band mal quer durch alles was Power Pop, Glam- und Art­rock der frü­hen bis mitt­le­ren Sieb­zi­ger so her­ge­ben. Und das ganze funk­tio­niert, weil her­vor­ra­gende Songs das Fun­da­ment für den zeit­weise doch recht wil­den Stil­mix bil­den.
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Pink Mexico – Pnik Mxeico

Pink Mexico - Pnik Mxeico
Pink Mexico ist das jetzt-nicht-mehr-Solo­pro­jekt von Robert Pres­ton Col­lum aus Los Ange­les. Das Debüt­al­bum der nun zum Trio ange­wach­se­nen Band ist eine mit­rei­ßende halbe Stunde rifflas­ti­ger mid­tempo-Gara­gen­rock mit leich­ten Psy­che­de­lic-Spreng­seln und grungi­gen Unter­tö­nen.
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Eating Out – Burn 7″

Eating Out - Burn 7"
Diese kleine *hust* Super­group bringt einige der poten­tes­ten Krach­ma­cher der Gegen­wart an einen Tisch, Mit­glie­der von White Lung, Peace und Nü Sen­sae zeich­nen ver­ant­wort­lich für den leicht grungig ange­hauch­ten früh­neun­zi­ger-Punk­rock auf die­ser EP. Die drei Songs sind bereits im letz­ten Jahr auf einem Tape bei Bur­ger Records erschie­nen, wenn ich mich nicht irre aber jetzt zum ers­ten mal digi­tal (oder auf Vinyl *duh*) erhält­lich. Macht Bock auf mehr.
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Alarms & Controls – Clovis Points

Alarms & Controls - Clovis Points
Was geht eigent­lich heute mit Dischord? Vol.1
Ich muss sagen, es war nicht beson­ders schwer das Washing­to­ner Tra­di­ti­ons­la­bel aus den Augen zu ver­li­ern, nach­dem Dischord zum Ende des letz­ten Jahr­zehnts fast in der Ver­sen­kung ver­schwand und außer ein paar Reis­sues alter Klas­si­ker nicht mehr viel von sich hören ließ. Auch ein eta­blier­tes, bedeu­ten­des Indie Label muss wohl erst mal den Nie­der­gang des „alten“ Musik­busi­ness ver­dauen.
Die Ver­öf­fent­li­chun­gen des Labels haben aber einen beson­de­ren Platz in mei­nem klei­nen Musik­nerd-Her­zen, hat sich doch der sehr spe­zi­elle und ein­zig­ar­tige Dischord-Sound um die Jahr­tau­send­wende wie ein roter Faden durch mein jun­ges Erwach­se­nen­da­sein gezo­gen. Selt­sam daher, dass ich bis­her nicht dazu kam mich genauer mit den aktu­el­len Ver­öf­fent­li­chun­gen der Washing­to­ner Plat­ten­presse zu befas­sen, die lang­sam wie­der fahrt auf­zu­neh­men scheint. Hol ich jetzt nach.

Die jüngste Ver­öf­fent­li­chung ist ein Split-Release mit Lovitt Records. Alarms & Con­trols sind ein Hau­fen alter Bekann­ter in der hei­mi­schen Szene. Band­mit­glie­der haben unter ande­rem schon bei Cir­cus Lupus und Crown­hate Ruin mit­ge­mischt und ihre aktu­elle Band erin­nert sound­mä­ßig sehr stark an einige mei­ner absu­lu­ten Favo­ri­ten in der Dischor­d­gra­fie: Faraquet, Q and not U, Medi­ca­ti­ons. Also die etwas ver­track­tere, jaz­zig-pro­gres­siv ange­hauchte und trotz­dem immer locker groo­vende Vari­ante des klas­si­schen D.C.-Postcore. Wer etwas Geld spa­ren will, kauft (den Down­load) am bes­ten im Label-eige­nen Shop ein.
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Adam Widener – Vesuvio Nights

Adam Widener - Vesuvio Nights
Adam Wide­ner dürfte vor allem als Bas­sist der inzwi­schen auf­ge­lös­ten Gara­gen­ro­cker Bare Wires bekannt sein. Aus deren lan­gem Schat­ten tritt er jetzt aber her­aus mit einer her­vor­ra­gen­den Solo­platte, voll mit Retro-Pop­pi­gen Hooks und trei­ben­dem Rock’n Roll irgendwo im Grenz­ge­biet zwi­schen 77er Punk, Power­pop und Gara­gen­rock.
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Guerilla Toss – Gay Disco

Guerilla Toss - Gay DiscoHüb­sche Saue­rei, was die Bos­to­ner Gue­rilla Toss da auf ihrer neuen EP ver­an­stal­ten. Auch wenn gerade kein wirk­li­cher Man­gel an Bands herrscht, die mit Pos­tunk-, New- und No Wave-Ver­satz­stü­cken arbei­ten, das meiste davon klingt doch eher nach einer aus­ge­lutsch­ten The Pop Group- oder Gang Of Four-Gedenk­ver­an­stal­tung. Gue­rilla Toss brin­gen nun einen unge­ahn­ten Spaß­fak­tor zurück in das sonst so bier­ernste Genre. Und sie Rocken. Und Groo­ven. Der ganze Wahn­sinn, der Noise und die Schrill- und Schräg­hei­ten die­nen dazu den Groove zu kon­tern, nicht ihn zu zer­stö­ren. Und anders als viele ähn­li­che Bands klingt das über­haupt nicht nach Retro-Mucke son­dern wirkt durch und durch in der Gegen­wart ver­an­kert. Kurz gesagt: Die erste Post­punk-Ver­öf­fent­li­chung seit lan­gem, die nicht irgend­wie ein biss­chen über­flüs­sig wirkt, und die dem etwas tot­ge­spiel­ten Genre wie­der etwas Leben ein­zu­hau­chen ver­mag. Über­haut nicht schwul, das.
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T54 – In Brush Park

T54 - In Brush Park
Schon wie­der so eine geile Band aus Neu­see­land, schon wie­der auf Fly­ing Nun Records. Was tun sich die Neu­see­län­der eigent­lich mor­gens in den Tee, dass dort schein­bar jeder unter sech­zig in so drei bis fünf Bands spielt von denen die meis­ten auch noch rich­tig gut sind? Wie­der ein­mal war­mer, melo­di­scher Indie Rock, der mal trei­bend und laut, mal ent­spannt-ver­träumt daher­kommt.
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