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Symbol (Shinboru)

IMDB/OFDB

Japan, 2009

Regie: Hitoshi Matsumoto

Ein Wagen hält in irgendeinem mexikanischen Dorf. Eine rauchende und pausenlos fluchende Nonne steigt aus und betritt ein Haus. Dort sitzt eine Familie, wie sie genau dem rassistischen Hollywoodklischee entspricht das sich irgendwie in unserem kollektiven Gedächtnis festgesetzt hat. Und ein seltsamer Fremdkörper befindet sich auch dort: ein Mann mit einer grünen Maske sitzt dort Zeitung lesend am Mittagstisch, ein Profiwrestler wie wir bald erfahren, und wird von der unfreundlichen Nonne abgeholt. Sie machen sich auf den Weg zu dem bisher härtesten Kampf seines Lebens…

Ein mit einem quietschbunten Pyjama bekleideter Mann wacht in einem weißen Raum ohne Türen oder Fenster auf. Kaum hat er sich aufgerappelt, sieht er scharen von Engelsfiguren, die sich an den Wänden tummeln und sogleich auch wieder in der Wand verschwinden. Übrig bleiben unzählige kleine Engelspenisse (kein Witz!) die aus den Wänden herausragen. Jeder der Penisse, so stellt sich heraus, funktioniert als ein Schalter, der einen bestimmten Gegenstand erscheinen lässt oder ein bestimmtes Ereignis auslöst. Langsam lernt der Gefangene, wie die Sache funktioniert, wie er z.b. an etwas zu Essen oder eine Decke zum schlafen kommt. Auch einen Ausgang entdeckt er bald, doch bis er es schafft ihn rechtzeitig zu erreichen, bevor er sich wieder schließt, hat er noch einen langen Lernprozess vor sich…Read More

My Beautiful Girl Mari (Mari iyagi)

IMDB/OFDB

Südkorea 2002

Regie: Seong-kang Lee

Animation aus Korea also? Mein letzter Ausflug in dieses Gefilde war eine herbe Enttäuschung und gefüllt mit zusammenhanglosen Plotdevices, offen zur Schau gestelltem Sexismus und einfallslosem Fäkalhumor. Ok, dann ich gebe also noch mal einem Film die Chance, mein Bild vom koreanischen Animationsfilm aufzupolieren.

Und so viel sei schon mal gesagt, diesmal bin ich begeistert. Der Film erzählt die Geschichte der beiden Schulfreunde Nam-woo und Jun-ho. Bald sollen sich die Wege der beiden trennen, denn Jun-ho wird bald aus seinem beschaulichen Fischerdorf nach Seoul ziehen, wo sich seine Eltern bessere Bildungsmöglichkeiten für ihren Sohn erhoffen. Nam-woo dagegen hat immer noch den Tod seines Vaters zu verarbeiten und fürchtet um seine kranke Großmutter. In ihrer Freizeit treffen sich die beiden auf der Flucht vor der tristen Realität an einem alten Leuchtturm, von dem eine seltsame Magie auszugehen scheint. Jener Leuchtturm ist dann auch Nam-woo’s Verbindungspunkt zu einer seltsamen Fantasiewelt, in welcher er seinem sorgenreichen Alltag entkommt, in der er auf riesigen Fischen und unbekannten Fabelwesen reitet und sich in ein wortloses, in weißes Fell gekleidetes Mädchen verliebt, dass er „Mari“ nennt.Read More

DumBeast (Donju)

IMDB/OFDB

Japan, 2009

Regie: Hideaki Hosono

Ryuji Dekogawa, der Autor eines soeben preisgekrönten Romans, ist spurlos verschollen, und so macht sich die Verlegerin Shizuka auf in sein Heimatdorf um nach ihm zu suchen. Ihre erste Anlaufstelle dabei ist der Gigolo-Club (Anm.: Nach kurzer Recherche stelle ich fest, dass damit kein Bordell gemeint ist, sondern das männlich besetzte Gegenstück zu den berüchtigten Hostessenklubs) des exzentrischen Chi Edajima, der als einziger „Gigolo“ übrig geblieben ist, nachdem er alle anderen in seinen Temperamentsanfällen gefeuert hat. Dekogawa soll in der letzten Zeit öfter hier vorbeigekommen sein. Ebenfalls im Club tummeln sich Edajama’s Frau Junko, der korrupte Polizist Okamoto und das flippige Lolicon-Püppchen Nora. Langsam macht sich Shizuka mit den abgedrehten Persönlichkeiten und ihrer Geschichte vertraut und es erhärtet sich der Verdacht des Mordes am Schriftsteller…Read More

Freesia: Bullet Over Tears (Furîjia)

IMDB/OFDB

Japan, 2007

Regie: Kazuyoshi Kumakiri

In einem dystopischen Japan wurde ein Gesetz zur legalen Durchführung von Rachemorden erlassen. Die Opfer von Verbrechern sollen so ihren Rachedurst stillen können und machen davon auch regen Gebrauch. Zu diesem Zweck werden die Verurteilten an einen vorher von der Rachebehörde bestimmten Ort gebracht, wo dann drei von der Behörde angeheuerte Berufskiller jagt auf sie machen. Die gejagten haben das Recht ihrerseits einen Bodyguard anzuheuern, um vielleicht doch noch lebend davonzukommen.

Einer der besagten Killer ist Hiroshi Kanou. Vor 15 Jahren überlebte er als jugendlicher Soldat den Testabwurf einer Gefrierbombe, bei dem er und 30 Kriegswaisen als Versuchskaninchen eingesetzt wurden. Seitdem ist sein Körper gefühlstaub und auch emotional ist Hiroshi ein einziger Eiszapfen. Auch seine Vorgesetzte, Mariko Higuchi, ist eine überlebende des Experiments, und als sich durch ihren Job die Gelegenheit ergibt, die Drahtzieher von damals kalt zu machen, zögern sie nicht lange.Read More

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Das Dorf der acht Grabsteine (Yatsuhaka-mura)

IMDB/OFDB

Japan, 1977

Regie: Yoshitaro Nomura

Tatsuya Terada arbeitet als Fluglotse und fristet ansonsten ein eher zurückgezogenes Dasein. Seinen Vater hat er nie kennengelernt und seine Mutter verstarb als er noch ein Kind war. Eines Tages stößt er auf eine Suchanzeige in der Zeitung, die genau auf seine Person zutrifft. Er nimmt Kontakt auf und sieht sich bald seinem unbekannten Großvater gegenüber, der ihn in das Heimatdorf seiner Mutter mitnehmen möchte. Dazu kommt es aber erst gar nicht, denn noch während des Treffens verstirbt der Alte, an einer Strychninvergiftung, wie sich später herausstellt. Zusammen mit der Ortsansässigen Miyako macht er sich dann doch auf den Weg in das Dorf, in der Hoffnung, dort seinen Vater zu treffen oder zumindest etwas über ihn zu erfahren.

Dort angekommen erfährt er bald den eigentlichen Grund seines Kommens. Das Oberhaupt seiner „Familie“, des wohlhabenden Tajimi-Clans, ist nämlich tödlich erkrankt, und als einziger männlicher Nachkomme der Clanältesten soll Tatsuya sein Erbe antreten. Bald merkt er, dass die Sache auch einen Haken haben muss, denn im Rahmen der Trauerfeier gibt es weitere Tote, ebenfalls durch Vergiftung, und Tatsuya erfährt nebenbei auch mehr über die düstere Vergangenheit des Dorfes und des Tajimi-Clans:Read More

Red Shadow (Aka Kage)

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Japan, 2001

Regie: Hiroyuki Nakano

Die drei jungen Ninja Red Shadow (Aka Kage), Blue Shadow (Aoi Kage) und Asuka sind zusammen aufgewachsen und nun endlich bereit, auf sich alleine gestellt ihre ersten Mord- und Spionageaufträge im Kampf für Frieden und Gerechtigkeit (klar, ne?) auszuführen. Der Rote und der Blaue sind dabei heimlich in die gewitzte Asuka verknallt, aber als echte Ninja sind sie dummerweise zu einer enthaltsamen und ablenkungsfreien Lebensweise verpflichtet. Als die drei in einen Hinterhalt geraten und Asuka dabei ins Gras beißen muss, trennen sich die Wege der beiden überlebenden Kameraden. Während der Blaue Schatten dem Leben als Ninja abschwört und sich mit allerlei zwielichtigen Machenschaften ganz passabel über Wasser hält, dient der Rote Ninja weiterhin unter seinem Meister. Dieser beauftragt ihn, die Geschehnisse am Hof der edlen Prinzessin Koto auszuspionieren, deren Vater vor kurzem ermordet wurde, und schließt dabei sowas wie Freundschaft mit der so cleveren wie hübschen Herrscherin. Zunehmend beginnt er an den Motiven seines Meisters zu zweifeln und als er den Auftrag erhält, die Prinzessin zu liquidieren, schlägt er sich auf ihre Seite und riskiert sein Leben um sie zu retten. Dabei bekommt er unerwartete Hilfe von seinem verschollenen alten Kameraden…

Hiroyuki Nakano war mir bereits als Regisseur von „Samurai Fiction“ bekannt. In jenem Streifen verschmolz er die bekannten Elemente und Klischees klassischer Samuraifilme mit jeder Menge Slapstick, überdrehten visuellen Einfällen und Videoclip-Ästhetik zu einem unwiderstehlichen Bastard aus schriller PopArt und schrägem Humor. Trotzdem zeugte das Ergebnis in jedem Moment von großem Respekt, einer tiefen Verbeugung vor der reichhaltigen Geschichte seines eigenen Genres.Read More

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Egg

IMDB/OFDB

Japan, 2005

Regie: Yukihiko Tsutsumi

Fuck, was für ein warmer Haufen filmgewordene Büffelscheiße! Wann hab ich mich das letzte mal so über einen Film aufgeregt, alleine über die Tatsache dass er einfach so exisitieren darf? Und warum hab ich mir den Krempel überhaupt reingetan? In letzterer Frage kann ich mich mit folgendem Bild entschuldigen:

Yup. Die Trashkultdeppen haben mal wieder zugeschlagen. Jene traurigen Daseinsformen, deren Lebensaufgabe es zu sein scheint, selbst den obskursten und billigsten Müll (ganz besonders, wenn er dazu noch aus Japan kommt) zu unverstandener Kunst hochzuloben und schamlos als Kult anzupreisen bevor der Rest der Welt merkt, dass er mal wieder unter häufiger verwendung des K-Wortes verarscht wurde. Angesichts diverser Reviews hatte ich abgedrehte, augenzwinkernde J-Horror-Trash-Kunst a ‚la Exte oder Uzumaki erwartet, für das was ich dann aber zu sehen bekam fehlen mir fast die Worte. Ich versuche trotzdem mal die Handlung grob zusammenzufassen.Read More

Rônin-gai

IMDB/OFDB

Japan,  1990

Regie: Kazuo Kuroki

In den letzen Atemzügen des Tokugawa-Shogunats hatten Samurai nicht mehr viel zu lachen. Zwei Jahrhunderte relativer Frieden machten sie zunehmend überflüssig und das Land war übersät mit armen Ronin (herrenlosen Samurai). In einem Dorf finden vier von dieser Sorte Zuflucht vor dem tristen und ärmlichen Alltag bei viel Sake im örtlichen Bordell/Sauflokal. Während sie wie sich wie gewohnt besaufen, lokalen Nutten hinterherlaufen oder sich gegen Geld von Passanten mit Holzschwertern verprügeln lassen, beginnt eine Serie von Morden an jugen Frauen und auf der Suche nach dem Täter finden die heruntergekommenen Samurai ein wenig zum alten Kampfgeist zurück.

Dieser Film ist die perfekte Antithese zum Chanbara-Kino der 70er Jahre. Seine „Helden“ sind dreckig, schwach und auf den ersten Blick richtig unsympathisch. Er portraitiert seine Samurai nicht als strahlende Helden, die bis zum letzten Atemzug für eine gute Sache oder ihren Herrn oder zumindest ihr eigenes Wohl kämpfen, sondern er präsentiert sie uns als feige, versoffene und desillusionierte Unterschichtler, die den ganzen Tag große Töne spucken, deren Mut aber gerade ausreicht um gefallene Kämpfer zu plündern (was die Einstiegsszene so amüsant wie eindrücklich schildert). Trotzdem gewinnt man die verschrobenen Vier im Laufe des Films durchaus lieb.Read More

Ambush: Incident At Blood Pass (Machibuse)

IMDB/OFDB

Japan, 1970

Regie: Hiroshi Inagaki

So, um dem Namen diese Blogs endlich mal gerecht zu werden, hab ich mir auch mal wieder ’nen alten Samuraischinken reingetan.

Ein namenloser Ronin erhält einen seltasmen Auftrag: Er soll sich für ein paar Tage in einem Gasthaus mit Sake und Spielen vergnügen, bis er von einem Boten eine schriftliche Nachricht erhält, welche nur aus einem einzigen von zwei vereinbarten Schriftzeichen besteht. Je nach Inhalt der Nachricht soll er sich an einen bestimmten Ort begeben. Dann, meint sein Auftraggeber, würde er schon verstehen warum er dort ist und was er zu tun hat. An seinem Zielort verdingt er sich in einem Gasthaus voller Zwielichtiger gestalten. Unter anderem ist da ein ehemaliger Arzt, der sich aus unbekannten Gründen in einer Hütte hinter dem Gasthaus versteckt, ein im Kampf verletzter Polizist und sein Gefangener, ein umherwandernder Glücksspieler und eine Gruppe von Trommlern, die im Wald proben. Schon bald wird der Polizist von Gangstern angegriffen, die als Staatsdiener verkleidet versuchen, den Gefangenen zu befreien. Stück für Stück setzten sich für den Herrenlosen Samurai die scheinbaren Zufälle wie ein Puzzle zusammen und er muss am Ende selbst entscheiden, auf wessen Seite er steht.

Irgendwann um 1969 ‚rum müssen sich Kurosawa-Maskottchen Toshiro Mifune und Shintaro Katsu, berühmt durch seine Rolle des blinden Masseurs Zatoichi, zusammen die Birne zugeknallt haben. Auf jeden Fall beschlossen sie dabei, zwei Filme zusammen zu drehen. Jeweils abwechselnd sollte einer von beiden als Produzent für den Film agieren und beide zusammen sollten die Hauptrollen spielen. Das erste Ergebnis davon war der bekannte, von Katsu produzierte Crossover „Zatoichi meets Yojimbo“ und unter der der produzierenden Hand Mifunes entstand als nächstes „Incident At Blood Pass“. Wieder einmal spielt Mifune einen Yojimbo(=Leibwächter)-Charakter, der zu seinem Sanjuro Tsubaki durchaus ähnlichkeiten aufweist.Read More

Jungle Taitei: Yuuki ga Mirai o Kaeru (Jungle Emperor Leo TV-Special)

OFDB/Anisearch

Japan, 2009

Regie: Goro Taniguchi

In einem Wort: Enttäuschend. Klar, es handelt sich um einen Kinderfilm. Für das Fernsehen produziert, obendrein. Klar auch, dass ich von einer TV-Produktion kein visuelles Feuerwerk oder eine bahnbrechende Storyline erwarten sollte. Aber dass die Produzenten so dermaßen lustlos, so 08/15 mit einem wichtigen Erbe umgehen, das ist einfach nur ärgerlich.

Mal zur Erinnerung: Die Figur des Löwen Leo stammt aus der Feder des Altmeisters Osamu Tezuka. Die auf seinen Mangas basierende Anime-Serie aus den 60er Jahren war vermutlich die erste größere Amerikanisch-Japanische Koproduktion und auch eine der ersten Animeproduktionen die im deutschen Fernsehen (stark  gekürzt, unter dem Titel „Kimba – der weiße Löwe“) ausgestrahlt wurde. Eine Menge Geschichte hat die Hauptfigur des Filmes also im auf dem Buckel und muss in ihrer Wichtigkeit in eine Reihe mit Klassikern wie Astro Boy oder Akira gestellt werden, weil sie in ähnlichem Umfang zum internationalen Erfolg japanischer Animationsfilme beitrug. Vom offensichtlichen Einfluss auf eine einschlägig bekannte Disney-Produktion mal ganz abgesehen. Selber gesehen habe ich die Originalserie noch nicht, nach dem was ich bisher so gehört und gelesen habe scheint sie aber durchaus sehenswert. Leider gibt es nach meinem Wissen bisher keine ungeschnittene Veröffentlichung mit deutschen oder englischen Untertiteln und die US- und noch mehr die deutsche TV-Fassung sind leider bis zur Verstümmelung gekürzt.Read More

Nikkatsu Noir: A Colt Is My Passport

IMDB/OFDB

Japan, 1967

Regie: Takashi Nomura

Auftragsmörder Kamimura wird von der Otawara Gang beauftragt, den Kopf der verfeindeten Shimazu-Gang zu beseitigen. Nach getaner Arbeit versucht Kamimura mit seinem Partner Shiozaki eine Weile im Ausland abzutauchen, doch der Flughafen wird bereits von Shimazus Männern bewacht. Kamimura und Shiozaki finden vorerst Zuflucht in einem kleinen Motel am Hafen und suchen nach einem besseren Fluchtweg, während Shimuras Bluthunde ihnen schon immer dichter auf den Fersen sind…

Zum Ende meiner kleinen Nikkatsu-Exkursion hatte ich noch mal einen richtigen Knaller erhofft. Der ebenso stylische wie rasante Einstieg ließ auf großes hoffen. Mir kam natürlich direkt der Golgo 13-Franchise in den Sinn. Auch jene Reihe, bestehend aus bisher zwei Anime- und zwei Realverfilmungen sowie mindestens einer TV-Serie befasst sich intensiv mit der Frage des davonkommens. Eine schwere Waffe zu bedienen bedarf sicher einiger Übung, ist aber keine wirkliche Heldentat. Spannender bleibt die Frage, wie man nach einem gelungenen Mordanschlag ungeschoren davon kommt. Nachdem ich vor einer Weile die ziemlich verkackte 1977’er Umsetzung des Stoffes mit Sonny Chiba in der Hauptrolle bestaunen durfte, kam hier die Hoffnung auf, einer etwas gelungeneren Umsetzung der durchaus spannenden Thematik beiwohnen zu dürfen. Leider kann der Film diese Erwartungen im weiteren Verlauf nicht ganz erfüllen.Read More

Nikkatsu Noir: Cruel Gun Story

IMDB/OFDB

Japan, 1964

Regie: Takumi Furukawa

Der vorzeitig aus dem Gefängnis entlassene Togawa soll für seinen Boss den größten Coup seines Lebens stemmen. Mit Hilfe seines alten Freundes Shirai und zwei weiteren Komplizen soll er einen Geldtransport mit dem gesamten Ticketerlös des Japan Derby überfallen. Der Plan scheint wasserdicht, doch dann kommt alles anders. Die Sicherheitskräfte des Transporters sind besser in Form als vermutet und leisten massiven Widerstand, Shirais Komplizen erweisen sich alles andere als Vertrauenswürdig und sein Boss will ihn eigentlich auch lieber tot als lebendig sehen. Es beginnt eine Bleischlacht in der einer gegen alle und jeder gegen jeden steht und an deren Ende nur einer übrigbleiben kann.

Regisseur Takumi Furukawa kommt mir hier zum ersten mal unter und das ist auch kein Wunder so. Lang war seine Karriere im Regiestuhl nicht, nur sechs Filme hat er gedreht. „Cruel Gun Story“ ist sein vierter und sein letzter für Nikkatsu. Später wurde er von den Shaw Brothers-Studios in Hongkong angeworben und drehte dort noch zwei Streifen unter seinem chinesichen alias „Tai Kao Mei“. Mehr konnte ich über ihn so auf die schnelle leider auch nicht in Erfahrung bringen. Überraschenderweise hat er aber den bisher spannendsten Beitrag in dieser Reihe abgeliefert.Read More