Cretin Stompers - Looking Forward To Being Attacked
Wie­der mal so eine Platte, die beim Release irgend­wie an mir vor­bei ging, und das obwohl sie schon län­ger in mei­ner Mail­box rum­lag und auch in eini­gen mir ver­trau­ten Blogs die Runde machte. Naja, dann wohl mal im fal­schen Moment ver­peilt ein Book­mark zu set­zen und schon für immer ver­ges­sen.
Wie auch immer, die Mit­glie­der die­ses Trios aus Los Angeles/​New York/​Memphis haben in der Ver­gan­gen­heit schon bei sol­chen alten Bekann­ten wie etwa Jay Rea­tard oder Wav­ves gespielt. Erschie­nen ist das Ganze bei der Gara­gen­rock-Insti­tu­tion HoZac Records.
Das ist eine die­ser Plat­ten, deren Ein­zel­teile eigent­lich nicht zusam­men pas­sen dürf­ten, aber doch her­vor­ra­gend inein­an­der grei­fen. Da tref­fen LoFi-Elek­tro­beats auf ver­träum­ten Psych­pop, flot­ter Gara­gen­punk auf Sho­egaze-arti­gen Effekt­ne­bel. Der gan­zen Schräg­heit setzt dann der meis­tens künst­lich hoch­ge­pitchte Gesang die Krone auf, aber zusam­men­ge­hal­ten wird die Platte durch ein aus­ge­zeich­ne­tes Gespür für wahn­sin­nig ein­gän­gige Power­pop­songs. In ihrer Zer­fah­ren­heit erin­nert mich das an die psy­che­de­li­schen Sam­ple-Orgien von Spec­tral Park oder eine noch Hym­ni­schere Vari­ante des elek­tro­ni­schen Gara­gen­pop von Gap Dream. Kom­bi­niert man das mit der bis­he­ri­gen Vita der Musi­ker, ergibt das fast schon wie­der ein wenig Sinn.