The Two Koreas – LP Winner EP

The Two Koreas - LP Winner EP
The Two Koreas aus Toronto hauen eine sehr stim­mige EP raus, die im bes­ten Sinnne an Indie­rock-, Noise und Post­punk/-core Klas­si­ker der spä­ten 80er/​frühen 90er erin­nert, in den ers­ten drei Songs vor allem an Sonic Youth und The Fall, aber auch an Les Savy Fav oder die bri­ti­schen Art­pun­ker Ikara Colt. Der Raus­schmei­ßer klingt dann eher so als hätte man die relaxte Melo­die­se­lig­keit von Pave­ment mit den unge­stü­men Krach­at­ta­cken frü­her Dino­saur Jr. in einen Topf gewor­fen.

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Gazar Strips – Sparkling

Gazar Strips - Sparkling
Sonic Masala Records, die Zweite, ist erneut ein Voll­tref­fer. Dies­mal kom­men die Gazar Strips aus Bris­bane in den Genuss einer Vinyl­ver­öf­fent­li­chung mit dazu­ge­hö­ri­ger Publi­city. Die spie­len düs­te­ren Post­punk mit deut­li­chem Goth-Ein­schlag; genau genom­men ori­en­tiert sich das ganze wie­der mal an den ganz typi­schen Vor­bil­dern, also Cure, Bau­haus, Joy Divi­sion, aber das inter­es­siert mich in die­sem Fall nicht die Bohne. Gazar Strips lie­fern hier näm­lich Qua­li­tät, geben sich trei­bend, ein­gän­gig und kom­pro­miss­los zugleich. Ganz ohne Wohl­fühl­op­tion.

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Time Hitler and the Assholes From Space – Hot N Ready

Time Hitler and the Assholes From Space - Hot N Ready
Der Zeit­hit­ler und seine Welt­rau­m­arsch­lö­cher haben ihre geheime Basis nicht auf dem Mond son­dern in einem Kaff namens (kein Scheiß!) Media im Bun­des­staat Penn­syl­va­nia auf­ge­schla­gen. In die­sen Medien hält’s der Füh­rer gut aus, schätze ich mal. Vor­aus­ge­setzt er kann Saxo­phone ab. Die hören auch gar nicht auf zu trö­ten auf die­ser erbar­mungs­los ein­gän­gi­gen Platte vol­ler abge­han­ge­nem Gara­gen­rock, der in sei­nen relax­te­ren Momen­ten auch mal klei­nere Schlen­ker in Rich­tung Pave­ment-Geschram­mel macht. Auch zu ein paar erprob­ten Rock­stan­dards und folkig-coun­try­fi­zier­ten Gas­sen­hau­ern las­sen sie sich hin­rei­ßen. Kurz gesagt, eine wun­der­voll ange­schrägte Spaß­platte, die zum Hirn­ab­schal­ten und fei­ern oder auch ein­fach zum sinn­lo­sen abgam­meln ein­lädt.

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Human Abfall – Tanztee von unten

Human Abfall - Tanztee von unten
Deutsch­spra­chi­ger Noise-/Post­punk von einer in Stutt­gart und Ber­lin ansäs­sigan Band, der sich ange­neh­mer Weise mal nie­man­dem anbie­dert. Weder der vage alter­na­ti­ven Musik­presse auf der Suche nach der neu­es­ten lyrisch wie musi­ka­lisch gemä­ßig­ten Punk­ka­pelle mit einem gut­aus­se­hen­den, selt­sam vor sich hin­rap­pen­den Sän­ger. Noch den spie­ßi­gen deut­schen Unter­grund­sze­nen und ihren blas­sen Bands, die sich strikt an eta­blierte Punk/​HC Gen­re­kon­ven­tio­nen hal­ten und dir anhand der immer glei­chen abge­dro­sche­nen Phra­sen vor­plär­ren, warum ihr Welt­bild bes­ser ist als deins.
Die Platte von Human Abfall kommt einem in die­sem Umfeld ent­ge­gen wie eine erfri­schende Brise, trotz des aus­ge­präg­ten Moder­ge­ruchs den Musik und Lyrics hier abson­dern.

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Ultra Bide – DNA vs. DNA-C

Ultra Bide - DNA vs. DNA-C
Als Ultra Bide sich zu Beginn der Acht­zi­ger Jahre in Japan grün­de­ten, war ich noch dabei raus­zu­fin­den wie man in ein Klo scheißt. Als sie dann in den Neun­zi­gern auch etwas welt­weite Beach­tung beka­men, muss ich sie in mei­ner puber­tä­ren Ver­wir­rung ent­we­der ver­passt oder igno­riert haben. Jetzt hauen die bei­den Pun­ko­pas nach lan­ger Zeit mal wie­der ’ne Platte raus und ich kann mich nicht mehr raus­re­den. Und ich muss sagen, ich bin sehr ange­tan von die­sem Bas­tard aus Noise- & Math­core, der der irgend­wie zwan­zig Jahre zu spät wirkt. Aber er wirkt.

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Crystal Swells & Sightlines – Split 7″

Crystal Swells & Sightlines - Split 7"
Split­ver­öf­fent­li­chung der bei­den Kana­di­schen Bands. Crys­tal Swells aus Maple Ridge dre­schen sich durch zwei flotte Gara­gen­bur­ner. Platte umge­dreht dros­seln Sight­li­nes aus Van­cou­ver das Tempo etwas, wis­sen aber mit ihrem Melo­di­schen und Noise-infi­zier­ten Indie­rock nicht weni­ger zu über­zeu­gen.


Nitch – Atwa EP

Nitch - Atwa EP
Schon wie­der etwas sau­mä­ßig hörens­wer­tes as Spa­nien. Nitch aus Bar­ce­lona spie­len ein sehr ein­gän­gi­ges und doch unge­stüm lär­men­des Post­punk­ge­döns, immer auf der Schwelle zum Shoega­ze­ge­schwur­bel außer­dem mit ein­deu­ti­gen Anlei­hen von Grunge­ge­plärre und Noi­se­ge­schrab­bel. Passt super rein in die­ses Blog­ge­schwa­fel.

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The Amputees – Scream

The Amputees - Scream
Kurz­spie­ler einer New Yor­ker Band. Mit­rei­ßen­der melo­di­scher Punk­rock, der aber auch mal Platz für eine kurze Hard­core­at­ta­cke oder einen klei­nen Aus­flug in Noi­sero­ckige Gefilde hat. Hätte man gern ein gan­zes Album von, das klingt näm­lich nach Poten­zial hier.

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BAÑOS y BAÑOS – Singles Going Broke

BAÑOS y BAÑOS - Singles Going Broke
Wenig Infos gibt’s zu die­ser Band aus Den­ton, Texas. Sie spie­len ein mono­to­nes wie auch explo­siv groo­ven­des Gemisch, das man zu glei­chen Tei­len im Noi­se­rock, im Post­punk und Gara­gen­rock ver­or­ten könnte. Also genau die Art von stu­pi­dem Krach, anläss­lich des­sen meine kogni­ti­ven Fähig­kei­ten schon nach dem ers­ten Takt rapide nach­las­sen und alle dann noch akti­ven Syn­ap­sen einen Zustand debi­ler Glück­se­lig­keit aus­lö­sen.

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Playlounge – Pilot

Playlounge - Pilot
Die Ära der melo­die­ver­lieb­ten Indie­krach­duos wird uns wohl noch eine Weile beglei­ten, und ehr­lich gesagt bin ich auch ganz froh dar­über. Bis­her stellt sich bei mir noch keine Lan­ge­weile ob des bewähr­ten Kon­zep­tes ein und ich gönne jeder Band ein wenig Beach­tung, die dem ange­sag­ten Indie­ge­poppe und -gesäu­sel eine ordent­li­che Por­tion Punk ent­ge­gen­zu­set­zen weiß.
Die Lon­do­ner Play­lounge rei­hen sich ziem­lich naht­los ein in die übli­chen Ver­däch­ti­gen des Gen­re­um­felds, also etwa Japan­dro­ids, P.S. I Love You, Solids, No Age oder Joanna Gru­e­some. Viel­leicht noch etwas über­zu­cker­ter, mit einem deut­li­chen Emo-Ein­schlag. Und der eine oder andere Song klingt eher nach Füll­ma­te­rial. Trotz­dem, unter’m Strich eine spa­ßige Krach­platte für jeden, der noch nicht total all­er­gisch auf die oben genann­ten Refe­ren­zen reagiert.

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