Criminal Code - No Device
Wäh­rend Freunde des trei­ben­den und düs­te­ren Post­punk noch sehn­lich auf den ers­ten Lang­spie­ler von Lower war­ten, kommt ganz uner­war­tet so ’ne Band aus Tacoma, Washing­ton daher, die diese Lücke nicht nur aus­zu­fül­len ver­mag, son­dern mühe­los in der Welt­liga mit­spielt. Erin­nert durch­aus an erwähnte Lower und ihre Kopen­ha­ge­ner Kol­le­gen Iceage oder an White Lung. Wenn man etwas wei­ter in der Musik­ge­schichte zurück­spult fal­len einem dann auch die eigen­wil­li­gen Gitar­ren­li­nien der Wipers ein und das melo­di­sche Geschred­der von Hüs­ker Dü steckt da auch mit drin. Aber ehr­lich, ein so ganz pas­sen­der Ver­gleich fällt mir dann doch nicht ein. Cri­mi­nal Code sind ein her­vor­ra­gen­des Bei­spiel, wie man aus durch­aus bekann­ten und erprob­ten Genre-Ver­satz­stü­cken sein ganz eige­nes, unver­wech­sel­ba­res Süpp­chen kochen kann. Die Ent­wick­lun­gen des letz­ten Jah­res las­sen auf ein gutes Jahr 2014 für trei­ben­den, inno­va­ti­ven und kom­pro­miss­lo­sen Hard­core und Punk hof­fen. No Device ist nicht nur ein guter Vor­ge­schmack dar­auf, son­dern ein abso­lu­tes High­light des noch jun­gen Jah­res.

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