Wild Moth - Over, Again
Wooooow… Wie konnte das pas­sie­ren, dass ich diese im Herbst erschie­nene Platte so lange über­se­hen habe? Ver­mut­lich ist eine gewisse Über­sät­tin­gung an Sho­egaze-beein­fluss­ten Bands daran schuld, dass ich Wild Moth vor­erst zu igno­rie­ren ver­sucht hab. Aber das hier ist eine der bes­ten Rock­plat­ten des letz­ten Jah­res, zwei­fel­los. Man hört hier: Trei­ben­den Post­punk & Noise Rock à la frühe Trail of Dead, Dino­saur Jr-artige Rif­f­at­ta­cken, voll­kom­men unpein­li­che Emo-Ein­flüsse, die eher der frü­hen, dem (Post-)Hardcore noch näher ste­hen­den Schule ent­stam­men. Die Sho­egaze-Ele­mente hatte ich ja bereits erwähnt. Auch die sind eher auf der kra­chi­gen Seite des Gen­res ange­sie­delt, also eher so Swer­ve­d­ri­ver oder Bail­ter­space. Und die her­vor­ra­gen­den Songs wis­sen emo­tio­nal zu bewe­gen, was in die­sen Zei­ten echt ’ne Aus­zeich­nung ist, in denen ähn­li­che Bands eher einen auf abs­trakt und dis­tan­ziert machen, als ob sie stän­dig unter dem Ein­fluss der fal­schen Tablet­ten stän­den. Das hier ist Musik, die mit bei­den Füßen in der Rea­li­tät steht und offen­sicht­lich gar kei­nen Bedarf an der Genre-übli­chen Ver­ne­be­lung sieht.

Album Stream:

Asian Man Records

Thank you, Floor­shime Zip­per Boots!